Helge und das UGO!

Viele von Euch werden weder Helge Thun noch Udo Zepezauer kennen und deren Show „Helge und das Udo“. Ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert. Was man von dem Spiel UGO! leider nicht behaupten kann. Mein Spiel wird es auf jeden Fall nicht werden.

Eigentlich ist UGO! ein ganz normales Stichspiel, wie es viele gibt. Wer die höchste Karte spielt, bekommt den Stich. Wer einen Stich macht, muss die Karten auf seinem Tableu (Königreich) ablegen, beginnend nach Farben sortiert von links nach rechts. Das Königreich hat fünf Felder, für jede Spielfarbe eines. In welcher Reihenfolge der Spieler die Spielfarben ablegt, bleibt ihm überlassen. Auch die Reihenfolge der Spielkartenwerte bestimmt der Spieler. Da aber der Wert der Karte, die auf einem Feld am Ende der Runde oben liegt, zählt, nimmt man natürlich die höchste Karte. Karten, die in einem späteren Stich gewonnen werden, kommen immer oben drauf. Das gilt auch für die Null, die man vielleicht an passender Stelle einem Mitspieler unterjubeln kann. Liegt also letztendlich eine 6 oben, gibt es am Ende, wenn alle zehn Stiche gespielt sind, 6 Punkte. Es sei denn, das Feld, auf dem die Karte liegt, wird nicht durch genügend Bauern versorgt. Dann gibt es fünf Minuspunkte. Und zwar für jeden fehlenden Bauern.

Bauern erhält man, wenn auf der Karte, die den Stich macht, ein Bauer abgebildet ist. Auf der höchsten Karte, der 8, ist kein Bauer. Auf der 7 und der 6 je ein Bauer, und auf der 5, der 4 und der 3 je zwei Bauern. Letzteres ist ziemlich sinnlos, da in den ganzen Partien, die wir gespielt haben, niemals ein Stich an eine 3 oder 4 ging. Auch an die 5 ist eher selten.

Eine andere Möglichkeit an Bauern zu kommen, bieten die Karten 1 und 2. Mit ihnen können Bauern gewonnen werden, wenn sie in einem Stich verloren gehen. Angesichts des Kartenwertes gelingt das eigentlich immer. Aber jetzt wird es kompliziert: Mit der 2 bekommt man nur einen Bauer, wenn der Stich in einer anderen Farbe gewonnen wird wie die 2 selbst. Und bei der 1: Gewinnt die gleiche Farbe wie die 1 den Stich, gibt es einen Bauern. Gewinnt eine andere Farbe den Stich, darf man zwei Bauern nehmen. Das Ganze ist ein ziemliches Glücksspiel, auf das man kaum Einfluss hat.

Fazit: UGO! hat mich nicht wirklich überzeugt. Die taktische Variante mit den Bauern lähmt eher das Spiel, als das es ihm hilft. Hier gibt es einfach viele Klassiker unter den Stichspielen, die deutlich mehr Laune machen. Einzig die schöne Grafik von Franz Vohwinkel ist aus meiner Sicht ein Pluspunkt. Die Meinungen über UGO! sind in verschiedenen Foren ganz unterschiedlich. Von super bis mies ist da alles dabei. Es wird wohl jeder für sich selbst entscheiden müssen, wie ihm das Spiel gefällt.

Spielbewertung für UGO! von Ronald Hoekstra, Thomas Jansen und Patrick Zuidhof

Schwierigkeit Spielspaß Spielreiz Spielgrafik
mittel eher gering gering – mittel ganz hübsch
Alter Spieler Spieldauer Spielpreis
ab 10 Jahre 2 – 4 40 min ab 15 Euro

Gesamturteil:
sterne_2_5_klein

Advertisements

Ein Gedanke zu „Helge und das UGO!

  1. Pingback: Nominierte zum Spiel des Jahres 2015 stehen fest | The Board Game Journal

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s