Für Veganer und Vegetarier geeignet

Es ist das Jahr, in dem die Roten Khmer aus Kambodscha vertrieben werden, eine eiserne Lady Regierungschefin wird und Pink das Licht der Welt erblickt. Außerdem ist es das internationale Jahr des Kindes. Grund genug, um in Deutschland zum ersten Mal den Spielepreis „Spiel des Jahres“ zu vergeben. Der Preis geht an ein Spiel, das für Veganer und Vegetarier besonders gut geeignet ist. Die Grundlage des Spiels ist eine alte deutsche Fabel mit zwei Protagonisten.  Der eine hat eine große Schnauze und verlässt sich auf seine Hinterbeine, der andere ist stachelig und clever. Na, schon erraten? Klar, es geht um das Spiel „Hase und Igel“ aus dem Jahre 1979 – einer der ältesten Schätze in meinem Spieleschrank und ein absoluter Klassiker, der immerhin Vorgänger  von Erfolgsknallern wie „Die Siedler von Catan“, „El Grande“ oder Carcassonne“ ist.
Und dabei war das Spiel vor 35 Jahren besonders modern, verfolgte es doch den ersten crossmedialen Ansatz. Dem Spiel liegt eine Kassette bei, sodass Lesefaule sich die Regeln anhören können. Ein Hinweis für jüngere Leser: Kassetten sind kleine Tonbänder, auf denen eure Eltern Musik aus dem Radio aufgenommen haben. Quasi der Vorvorgänger eines MP3-Players.
Hase und Igel ist ein klassisches Wettlaufspiel, bei dem nicht immer der Schnellste gewinnt. Denn: Unterwegs gilt es verschiedene Aufgabe zu lösen. So müssen auf dem Spielbrett beispielsweise 3 Salate gefressen werden. Und wer an den entsprechenden Feldern vorbeiprescht, muss am Ende rückwärts gehen. Bewegt wird die Figur auf dem Spielfeld mithilfe von Karotten (Sie merken schon, es geht absolut fleischlos zu). Vorwärtszüge verbrauchen Karotten, Rückwärtszüge bringen Karotten. Der Mechanismus ist recht einfach: 1 Feld vor kostet 1 Karotte, 2 Felder 3 Karotten (1+2), 3 Felder 6 Korotten (1+2+3) usw. Kleine Schritte sind also relativ billig. Wer viele Felder auf einmal gehen will, braucht also richtig viele Karotten. Pro Zug kann man aber auch zum nächsten Igelfeld zurückgehen. Für jedes Feld zurück gibt es 10 Karotten.
Karotten gibt es aber auch über die Karottenfelder. Wer auf einem Karottenfeld aussetzt, bekommt zehn Karotten. Ebenfalls Karotten gibt es auf den Zahlenfeldern, wenn die Zahl auf dem Feld mit der Position im Rennen übereinstimmt, wenn er wieder dran ist. Auch beim Salatfressen gibt es Karotten. Letztendlich muss der Spieler entscheiden, wieviele Karotten er einsetzen will. Da man am Ende als Erster aber nur 10 Karotten mit ins Ziel bringen darf, kann man nicht unendlich viele Karotten sammeln, sondern muss mit etwas Taktik, Gespür und Geschick vorgehen.
Hase und Igel erfordert permanente Entscheidungen: Wie komme ich an Karotten, wie werde ich sie wieder los und wann fresse ich meine Salate? Da auf jedem Feld immer nur eine Figut stehen darf, kann es auch vorkommen, dass man auf ein Hasenfeld muss. Dort gibt es Hasenkarten, die gut aber auch schlecht sind. Das Bettreten der Felder stellt also ein Risiko dar.

Fazit: Der Spielmechanismus ist einfach, wird aber eigentlich niemals langweilig. Wer also irgendwo auf einem Flohmarkt ein Exemplar findet: unbedingt zuschlagen und erwerben. Man kann mit Hase und Igel nichts falsch machen.

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2 Gedanken zu „Für Veganer und Vegetarier geeignet

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