Orongo: Muscheln machen Moai munter

Orongo von Reiner Knizia ist ein einfaches Bauspiel, das sich hervorragend mit Kindern spielen lässt. Das Spiel ist sehr ausgewogen und der endet fast immer mit einer knappen Entscheidung. Schauplatz des Ravensburger Spiels ist die fernab im Pazifik gelegene Osterinsel. Die Spieler sollen für die Götter Steinstatuen, die Moai, bauen. Dafür benötigen sie Ressourcen wie Nahrung oder Steine und geeignete Bauplätze. Diese müssen sich die Spieler erst durch klugen Umgang mit ihren Muscheln sichern.

Die Osterinsel ist unterteilt in sechseckige Palmen- und Zahlenfelder. Auf allen Palmenfeldern an der Küste, dazu gehört auch die bedeutende Kultstätte Orongo, dürfen die Spieler ihre Moai errichten. Die Zahlenfelder zeigen die jeweiligen Ressourcen, die sie dafür benötigen. Pro Spielrunde werden auf diesen Feldern zufällige Ressourcenplättchen ausgelegt, für die es Muscheln zu bieten gilt. Wer die Bietrunde gewinnt, muss die gebotenen Muscheln bezahlen, darf dafür aber auch drei Spielfelder seiner Wahl besetzen. Die anderen Spieler dürfen weniger Felder belegen, dafür aber ihre Muscheln behalten und können somit in der nächsten Runde mehr riskieren.

Orongo ist ein einfaches Familienspiel von Ravensburger

Orongo ist ein einfaches Familienspiel von Ravensburger

Es gilt also umsichtig zu bieten, denn einen Moai bauen darf nur, wem ein Palmenfeld an der Küste gehört und eine daran angrenzende bestimmte Kombination an Ressourcenplättchen, zum Beispiel zwei Nahrungsfelder. Ärgerlich, wenn ein anderer Spieler ein Auge auf den gleichen Bauplatz geworfen hat, die Bietrunde gewinnt und einem das ersehnte Ressourcenplättchen vor der Nase wegschnappt. Dies kommt häufiger vor, als einem lieb ist. Allerdings ist genügend Platz für alle da. Man muss eben nur flexibel sein. Damit ist dieser Bauplatz verloren und man muss sich einen anderen suchen.

Was tun, wenn einem Spieler das Muschelgeld ausgeht? Der bietet in der nächsten Runde einfach nichts, kann so seinen Muschelvorrat wieder auffüllen und den anderen Spielern beim Bieten und Bauen wieder Konkurrenz machen. Wer als Erster alle seine Moai errichtet hat, dem sind die Götter gewogen und ist der verdiente Sieger.

Fazit

Orongo, das Biet- und Bauspiel von Reiner Knizia ist ein bis zum Schluss spannendes Familienspiel, das mit wenigen Regeln auskommt. Es ist im Oktober 2014 erschienen. Die Ausstattung ist funktional, nur die Muscheln sind eher für Kinderhände gemacht. Beim Auflegen auf den Spielplan rollen die Muscheln etwas hin und her. Manchmal braucht es ein paar Versuche, bis die Muschel genau dort liegen bleibt, wo sie soll. Hier wäre vielleicht ein anderer Muscheltyp nicht schlecht gewesen.

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Spielbewertung für Orongo von Reiner Knizia

Schwierigkeit Spielspaß Spielreiz Spielgrafik
leicht mittel – hoch hoch ansprechend
Alter Spieler Spieldauer Spielpreis
ab 10 Jahre 2 – 4 45 – 60 min ca. 35 Euro

Gesamturteil:
sterne_4_klein

 

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