In Vino Veritas, wie der Lateiner sagt

Ich will gar nicht beurteilen, ob Alchemisten, Universität und Weinberg eine natürliche Kombination sind. Schon eher hätte ich da eine Brauerei als Teil des Kleeblatts erwartet. Aber da ist er nunmal, der Weinberg. Und der passt ganz wunderbar zur Universität.

Noch eine Punktekarte also. Der Garten verlangt ein großes Deck, egal mit was  – das dürfen auch Flüche sein, das Lehen Silberstücke, die Seidenstraße viele Punktekarten. Der Spieler, der auf diese variablen Siegpunkt-Karten für vier Geld setzt, legt sich (eigentlich) auf eine Strategie fest.

In Kombination mit der Universität entfaltet der Dominion-Weinberg sein ganzes Aroma

In Kombination mit der Universität entfaltet der Dominion-Weinberg sein ganzes Aroma

Im Fall des Weinbergs bedeutet das: so viele Aktionskarten wie möglich. Und das bedeutet dann keineswegs, dass das Deck langsam wird – ganz im Gegensatz zum Garten und zur Seidenstraße. Denn mit den Aktionskarten kann man was anfangen. Und die Punktzahlen, die sich dabei erzielen lassen, erreichen Größenordnungen einer Provinz. 18 Aktionskarten? Kein Problem, wenn

a) günstige Karten mit weiteren Aktionen wie Handlanger oder Landstreicher im Spiel sind

b) oder eben, wenn die Universität kostenlos zusätzliche Aktionskarten produziert.

Sogar die braunen Ruinenkarten  zählen als Aktionskarten (das steht unten drauf). Wer also im Zuge eines Marodeurs ein verlassenes Dorf einsacken muss, kann im Geiste den Aktionskartenzähler mitlaufen lassen. Vielleicht kommt man da sogar auf die Idee noch einen Leichenkarren mehr zu nehmen, der ja auch bekanntlich zwei Ruinenkarten mitbringt. Insgesamt wieder ein Siegpunkt mehr für einen Weinberg.

Allerdings sollte man beim Weinberg zweierlei beachten: Die Aktionskarten sollten weitere Aktionen mitbringen, sonst stockt das Blatt: Was nutzen schon fünf Bibliotheken oder Kapellen auf einer Hand?

Optimal ist es, wenn Karten wir Arbeiterdorf, Holzfäller, Markt oder Jahrmarkt  im Spiel sind. Sie bringen die wichtigen Zusatzkäufe. Denn – wer kauft schon gerne „nur“ einen Weinberg für einen Trank, wenn man gleichzeitig vielleicht noch fünf oder sechs Geld auf der Hand hat? Der Weinberg als quasi „kostenloser“  Zusatzkauf – das lohnt sich wirklich. Die Voraussetzung dafür sind allerdings genügend Tränke auf der Hand.

Damit wird der Weinberg die perfekte Verlängerung der Universität: Wenn der Spieler keine Lust mehr auf noch mehr Unis hat, kann er die Tränke einfach umwidmen, um dem Winzerleben zu frönen. Gleichzeitig spülen die Unis immer weitere Aktionskarten ins Deck, was den Wert der Weinberge weiter erhöht. Perpetuum Mobile? Sagen wir: Kettenreaktion  😉 Ein weiterer Vorteil: Der Universitätsspieler sitzt am Notaus-Knopf. Denn er räumt ja maßgeblich die Aktionskartenstapel ab.  Bei einem guten Zeitpunkt kann er so den dritten Stapel leeren und das Ende des Spiels erklären. Am langen Hebel mit schönen Möglichkeiten zu sitzen, kann so erfrischend sein ;).

Auf diese Weise kann man das Spiel praktisch ohne den Kauf von Geldkarten gewinnen. Nur zwei oder drei Tränke sind nötig, dann drei, vier – je nach Lage der Aktionskartensituation auf dem Tisch auch fünf – Unis. Und konsequent Aktionskarten abstauben und Weinberge kaufen.  Bei 30 Aktionskarten, die man auf diese Weise ziemlich leicht zusammenbringt, sind das 10 Siegpunkte pro Weinberg. Zum Wohlsein! 😉

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