Der Erste ist der erste Verlierer

Schneller, höher, weiter. So tickt unsere Gesellschaft. Der Vizemeister ist der erste Verlierer. Wie hat ABBA schon gesungen: The winner takes it all. Doch das alles zählt beim Pegasus-Spiel Why First? nicht. Hier ist der Erste der erste Verlierer. Denn: Der Zweite gewinnt.

Bei Why First? geht es vor und zurück. Am Ende gewinnt der mit den zweitmeisten Punkten.

Bei Why First? geht es vor und zurück. Am Ende gewinnt der mit den zweitmeisten Punkten.

Why First? ist ein simples Kartenspiel, das jede Menge Laune verbreitet. Es ist in der Grundspielvariante nahezu unberechenbar und somit nichts für große Taktiker. Why First? besteht aus 32 Karten und einem Spielplan. Die Karten besitzen die Werte -4 bis +5. Alle Spieler erhalten fünf Karten und starten auf dem Spielplan auf der Null. Gespielt wird in fünf Durchgängen. Pro Durchgang wird eine Karte gespielt. Dazu sucht sich jeder Spieler eine seiner Karten aus und hält sie verdeckt vor sich hin. Sind alle Spieler bereit, zählt ein Spieler von 3 rückwarts – 3, 2, 1, JETZT. Bei JETZT dürfen die Spieler die ausgewählte Karte ablegen, und zwar vor jedem beliebigen Spieler. Anschließend dreht jeder Spieler die vor ihm liegenden Karten um, rechnet die abgebildeten Zahlen zusammen und bewegt seine Figur entsprechend vorwärts oder rückwärts auf der Punkteleiste des Spielplans. Haben alle Spieler ihre Spielfigur bewegt, folgt die nächste Runde. Im fünften Durchgang gibt es eine kleine Änderung: Jetzt muss jeder Spieler seine Karte vor sich selbst ablegen. Sind alle Figuren bewegt, steht der Sieger fest. Es ist der Spieler mit der zweithöchsten Punktzahl.

Für Spieler, die es etwas taktischer möchten, hat sich Autor Simon Havard noch eine Spielvariante einfallen lassen. In jeder Runde legt ein Spieler eine Karte vor sich ab. Auf jeder Karte befindet sich eine kleine weiße Zahl. Der Spieler mit der höchsten Zahl beginnt, wählt eine beliebige Figur aus und zieht sie entsprechend seines Kartenwertes auf der Punkteleiste vor oder zurück. Jetzt kommt der Spieler mit dem zweithöchsten Zahl usw. Dabei kann man natürlich auch eine bereits bewegte Figur nochmal ziehen. Auf diese Weise laufen alle fünf Runden. Diese Variante ist tatsächlich etwas anspruchsvoller, ob es das aber braucht?

Fazit

Jeder muss für sich selbst entscheiden, welche der beiden Varianten in mehr anspricht. Ich bevorzuge die einfache Variante. Sie versprüht mehr Aktion und deutlich mehr Spaß. Auch wenn man das Spiel nicht wirklich beeinflussen kann, macht das gar nichts. Schließlich will man ja auch nicht Erster werden…

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Spielbewertung für Why First? von Simon Havard

Schwierigkeit Spielspaß Spielreiz Spielgrafik
Leicht hoch gut recht witzig
Alter Spieler Spieldauer Spielpreis
ab 7 Jahre 2 – 6 15 – 25 min 10 Euro

Gesamturteil:

sterne_4_5_klein

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