Zum Boss mit Biss

Eines der beliebtesten Spiele in großer Runde ist und bleibt Karrierepoker. Das einfache Spielsystem des Kartenspielklassikers hat Wolfgang Kramer überarbeitet und mit etwas Biss versehen. Wir haben Vampire Queen für Euch getestet.

Die Idee hinter Vampire Queen ist einfach: Es graut und die Vampire wollen in die Gruft. Für die Vampire mit hohen Kartenwerten kein Problem. Die Vampire mit kleinen Kartenwerten tun sich da schon schwerer. Und da gibt es ja auch noch die beiden Vampirjäger. Aber der Reihe nach…

Die Spieler versuchen möglichst schnell ihre Karten loszuwerden. Es gibt im Kartensatz 104 Vampire (je 8x die Werte 1-13), vier Vampire Queens (Joker) und die beiden Vampirjäger. Der Startspieler spielt eine beliebige Anzahl gleichrangiger Karten aus (3 Dreier). Die nachfolgenden Spieler müssen erhöhen (3 Vierer, 2 Fünfer und eine Vampire Queen) oder passen. Der Kartenanzahl muss dabei exakt gefolgt werden. Wer das höchste Kartengebot gespielt hat, wird neuer Startspieler. Soweit kennt man das Spielprinzip von Karrierepoker.

Wolfgang Kramer hat zusätzlich die beiden Vampirjäger eingebaut. Wer Startspieler ist, kann auch einen Vampirjäger ausspielen. Dieser hat grundsätzlich den Wert Null. Alle Spieler müssen genau einen Vampir spielen. Der Spieler mit dem höchsten Vampir erhält den kompletten Stich auf die Hand – mitsamt dem Vampirjäger, der jede Menge Minuspunkte bringt. Der Vampirjäger darf nicht sofort wieder ausgespielt werden. Da die Vampirjäger nicht abgelegt werden können, bleiben sie bis zum Ende im Spiel.

Hat ein Spieler alle Handkarten los, endet der Durchgang. Übrig gebliebene Handkarten der Spieler zählen als Minuspunkte (Zahlenwerte). Bis auf die Vampirjäger geben alle Spieler ihre Karten ab. Den nächsten Durchgang beginnt der Spieler mit dem höheren Vampirjäger (20). Nach fünf Durchgängen endet das Spiel. Sieger ist der Spieler mit den wenigsten Minuspunkten.

Vampire Queen ist ein nettes Spiel für bis zu 12 Mitspieler

Vampire Queen ist ein nettes Spiel für bis zu 12 Mitspieler

Fazit: Vampire Queen ist ein Karrierepoker 2.0. Es ist im Gegensatz zu seinem Urahn sicherlich etwas ausgeglichener und durchdachter, dennoch will der Funke bei einer Partie nicht so richtig überspringen. Es fehlt der letzte Esprit. Während bei einer Partie Karrierepoker durch den Aufstieg zum Boss oder dem Fall zum Tellerwäscher eine ganz eigene Dynamik entsteht, plätschert eine Partie Vampire Queen so vor sich hin. Zumindest wenn man mit 4 bis 6 Spielern am Tisch sitzt. Wie es mit 12 Spielern ist, haben wir nicht ausprobiert. Aber wie oft hat man das schon. Eines konnten wir jedoch in den Probepartien feststellen: Je mehr Spieler am Tisch sitzen, desto mehr sammelt der Vampirjäger kleine Karten ein, die sich anschließend problemlos abspielen lassen, ohne dass ein anderer Spieler dazwischenfunkt. Letztendlich kommt es auf das richtige Timing an, den Vampirjäger loszuwerden. Summa summarum ist Vampire Queen ein nettes, kleines, sehr schön gestaltetes Kartenspiel, das ein aktuelles Thema besetzt, mehr aber auch nicht.

Vielen Dank an Schmidt Spiele für ein Rezensionsexemplar.

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Spielbewertung für Vampire Queen von Wolfgang Kramer

Schwierigkeit Spielspaß Spielreiz Spielgrafik
leicht mittel mittel sehr schön
Alter Spieler Spieldauer Spielpreis
ab 8 Jahre 3 – 12 30 min 8 Euro

Gesamturteil:

sterne_3_klein

 

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