Einmal quer durch Touria

Touria ist ein Spiel für abenteuerlustige Romantiker. Auf der Suche nach der wahren Liebe reisen die Spieler durch Touria und begegnen dabei Drachen, Trollen und Magiern. Liebevoll gestaltet drehen sich die Ecktürme und geben so den Aktionsrahmen vor.

Im Schloss von Touria lebt die heiratswillige Prinzessin Tara. Doch so ein Prinzesschen heiratet nicht irgendwen! Von ihrem Zukünftigen erwartet sie schon einiges – ein Held soll er sein und kostbare Geschenke als Mitgift für den Herrn Papa müssen natürlich auch sein. Und so ziehen die Spieler als Gruppe mutiger Abenteurer aus, um sich mit Drachen zu messen, Edelsteine in den verwunschenen Minen des Landes zu schürfen und hin und wieder ein gutes Geschäft zu machen.

touria

Touria von Huch & Friends ist besonders liebevoll gestaltet und macht am meisten Spaß zu viert

Zentrales Element des Spiels sind die vier Türme an den Ecken des Spielfeldes. Auf den Türmen ist abgebildet, wohin man sich in dieser Spielrunde bewegen kann. Für den aktiven Spieler – pro Runde ist eine Turmaktion erlaubt – gelten jedoch nur die Turmaktionen, die ihm zugewandt sind. Nachdem die Aktion ausgeführt wurde, dreht der Spieler den benutzten Turm um 90 Grad und verändert somit die möglichen Aktionen für den nächsten Abenteurer.

Auf dem Weg zum nächsten Ziel kommt man häufig an Minen vorbei. Dort kann man Edelsteine schürfen, die man bei Zeiten zu Geld für die väterliche Mitgift machen muss. Dummerweise gibt es nicht nur schöne Edelsteine, sondern auch die eine oder andere taube Nuss (schwarzer Edelstein), die man mitnehmen muss. An diesem Schrott hat der König so gar kein Interesse. Dementsprechend muss man die blöden Klunker wieder los werden, bevor man um die Hand der Prinzessin anhält.

In jeder Runde ziehen die Spieler also kreuz und quer durch Touria, sammeln Edelsteine ein und nehmen die Hilfe unterschiedlicher Bewohner des Landes, Schwerter oder Tränke  in Anspruch, um möglichst rasch die geforderten Siegbedingungen erfüllen zu können.

Wer als Erstes sieben Herzen (als Beweis der Liebe) und sieben Goldmünzen (als Mitgift) gesammelt hat und keinen der verflixten schwarzen Edelsteine bei sich hat, kehrt zurück ins Schloss, um sich der letzten Prüfung zu stellen. Denn ganz so leicht ist ein Königskind natürlich nicht zu erobern. Am Ende wartet ein kleines Suchspiel auf die verliebten Helden. Einmal im Schloss angekommen, gilt es nun noch, die richtige Türe zu finden. Denn nur hinter einer von neun Türen wartet die große Liebe und der Sieg.

Für diejenigen, die es etwas praktischer und schneller mögen, gibt es das Alternativende „Blitzhochzeit“ ohne Türenzauber. Sobald ein Abenteurer mit der erfüllten Wunschliste (Herzen und Goldmünzen) das Schloss betritt, ist das Spiel beendet.

Meine Meinung

Touria ist für 2 bis 4 Spieler ab 10 Jahre geeignet

Touria ist für 2 bis 4 Spieler ab 10 Jahre geeignet

Inka und Markus Brand haben in Zusammenarbeit mit Michael Rieneck (Grog Island) mit Touria ein zauberhaftes Abenteuerspiel abgeliefert, das durch seine liebevolle Grafik überzeugt. Das Spiel ist ein typisches Reisespiel, bei dem man seine Aufgaben erledigen muss. Allerdings nutzen alle Spieler denselben Zugstein! Der Reisemechanismus ist recht einfach, bekommt aber durch das Drehen der Türme den nötigen Pfiff. Ein schönes Familienspiel für Kinder ab 10 Jahren, das am meisten Laune zu viert an einem quadratischen Tisch verbreitet. Dann sieht man die Türme am besten von der Seite. Wer keinen quadratischen Tisch hat, sollte die aufgedruckten Aktionen an der Oberseite der Türme nutzen. Daher sollte man beim Zusammenbauen der Türme auf die richtige Position der Deckel achten.

Vielen Dank an Huch & Friends für ein Rezensionsexemplar.

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Spielbewertung für Touria von Inka & Markus Brand, Michael Rieneck

Schwierigkeit Spielspaß Spielreiz Spielgrafik
leicht-mittel hoch hoch sehr liebevoll
Alter Spieler Spieldauer Spielpreis
ab 10  Jahre 2 – 4 60 min ca. 28 Euro

Gesamturteil:

sterne_4_5_klein

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Noch Mal! ein Würfelspiel

Bei Noch Mal! geht es darum, auf seinem eigenen Spielblatt bunte Kästchen möglichst schnell und vollständig auszufüllen. Ziel ist es, für komplette Spalten Punkte zu bekommen. Begonnen wird in der Mitte des Blattes. Je weiter es nach außen geht, desto mehr Siegpunkte gibt es für eine komplette Spalte.

Und so geht`s: Der aktive Spieler würfelt mit den 3 Farb- und 3 Zahlenwürfeln. Er sucht sich eine Kombination aus Farb- und Zahlenwürfel aus. Er darf auf seinem Block die entsprechende Zahl ankreuzen.

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Begonnen wird in der Mitte. Die obere Punktereihe ist für den ersten Spieler, der eine Spalte fertig hat. Alle anderen müssen sich in dieser Spalte mit der zweiten Reihe begnügen.

Beim Ankreuzen müssen allerdings bestimmte Regeln beachtet werden.

  • Begonnen wird immer in der Mitte.
  • Es muss immer zusammenhängend in einem Farbblock der gewählten Farbe platziert werden.
  • Neue Kreuze müssen mindestens mit einem Kreuz waagerecht oder senkrecht an bereits gesetzte Kreuze angrenzen
  • Es ist nicht erlaubt, mehr oder weniger Kästchen anzukreuzen.

Die anderen Spieler dürfen aus den vom aktiven Spieler nicht benutzen Kombinationen sich etwas heraussuchen und ebenfalls ihre Kreuze setzen. Auf den Würfeln sind Fragezeichen und schwarze Kreuze. Das sind Joker. Allerdings stehen jedem Spieler nur 8 zur Verfügung. Am Ende gibt es für nicht verbrauchte Joker noch Siegpunkte.

Meine Meinung

Inka und Markus Brand haben mit Noch Mal! ein nettes kleines Würfelspiel entwickelt, das man schön zu zweit, aber auch alleine und zu sechst spielen kann. Vor allem, wenn es viele Spieler sind, wird es spannend. Ein Blick auf die gegnerischen Zettel lohnt sich. Wer hat was wo angekreuzt? Kann ich in dieser Spalte noch ordentlich punkten? Habe ich alle Sterne erwischt (2 Minuspunkte pro nicht erwischtem Stern)? Habe ich Chancen auf den Bonus in einer Farbe? Überlegungen, die man während des Spiels nie aus den Augen verlieren darf. Insgesamt ein solides Würfelspiel, das Lust auf mehr macht.

Vielen Dank an Schmidt-Spiele für ein Rezensionsexemplar.

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Spielbewertung für Noch Mal! von Inka und Markus Brand

Schwierigkeit Spielspaß Spielreiz Spielgrafik
leicht hoch hoch erfrischend
Alter Spieler Spieldauer Spielpreis
ab 8  Jahre 1 – 6 20 min ca. 10 Euro

Gesamturteil:

sterne_3_5_klein

Stapeln nach Zahlen

NMBR9 von Peter Wichmann ist ein Legespiel, bei dem verschiedene Zahlenplättchen gestapelt werden müssen. Das Spiel erinnert von seinem Grundgedanken her an „Take it Easy“, auch wenn es grundsätzlich anders ist.

Bei NMBR9 von Abacus müssen Zahlen gestapelt werden

Bei NMBR9 von Abacus müssen Zahlen gestapelt werden

In NMBR9 baut jeder Spieler aus den gleichen 20 Zahlenplättchen seine eigene Auslage. Dabei gilt: Je höher ein Zahlenplättchen liegt, desto mehr Punkte gibt es. Auf der Tischebene sind alle Plättchen „Null“ wert. Auf der Ebene darüber ihren Zahlenwert. Auf der nächsten Ebene der doppelte Zahlenwert usw. Eine 8 auf der 3. Ebene ist also 24 Punkte wert. Doch der Weg dorthin, ist alles andere als easy.

Die einzelnen Zahlenplättchen sind aus einem 3 x 4-Raster  (also 12 Felder) ausgestanzt und besitzen alle eine unterschiedliche Form. Gespielt wird ganz einfach: Die 20 Zahlenkarten (2 x 0-9) werden gemischt. Anschließend zieht ein Spieler eine Karte nach der anderen. Die Spieler nehmen sich die entsprechende Zahl und legen sie in ihrer Auslage an. Dabei gelten ein paar einfache Regeln:

  1. Das Zahlenplättchen muss immer mit der Zahlenseite nach oben angelegt werden.
  2. Ein neues Zahlenkärtchen muss mindestens mit einem Feld des 3 x 4-Rasters an ein anderen Zahlenkärtchen anliegen, sofern es auf dieser Ebene bereits ein Zahlenkärtchen gibt.
  3. Wer ein Plättchen auf eine höhere Ebene legen will, muss es komplett auf Feldern darunterliegender Zahlenplättchen legen. Löcher zubauen oder überhängend platzieren ist nicht erlaubt. Außerdem muss ein Plättchen auf zwei darunterliegenden Plättchen aufliegen.

Sind alle 20 Karten umgedreht, sind alle Plättchen gelegt und es wird abgerechnet. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Meine Meinung

Die Legeregeln von NMBR9 sind leicht verständlich. Allerdings ist das Ablegen der Zahlenplättchen nicht ganz so einfach. Legt man eine Zahl auf die Tischebene oder doch auf die nächste Ebene? Ist dort auch Platz für eine wertvolle Zahl? Oder muss ich erst Platz schaffen? Fragen, denen man sich ständig gegenübersieht und die die Spannung des Spiels erzeugen.

Das Spiel ist auch sehr gut als Solovariante spielbar und entwickelt mit der Zeit ein ähnliches Suchtpotenzial wie Take it easy. Wer alleine spielt, spielt gegen seinen eigenen Highscore. Das Spiel ist im Inneren sehr aufgeräumt, die grafische Gestaltung fällt auf.

Wem Take it easy gefällt, dem wird auch NMBR9 gefallen.

Vielen Dank an Abacus für ein Rezensionsexemplar.

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Spielbewertung für NMBR9 von Peter Wichmann

Schwierigkeit Spielspaß Spielreiz Spielgrafik
leicht hoch hoch auffallend
Alter Spieler Spieldauer Spielpreis
ab 8  Jahre 1 – 4 20 min ca. 19 Euro

Gesamturteil:

sterne_4_5_klein

Deja-Vu ist der pure Wahnsinn

War das Teil schon, oder nicht? Oder war das in der letzten Runde? Deja-Vu von Heinz Meister kann einen zum Wahnsinn treiben. Vor allem in der dritten Spielrunde. Das Memory-Spiel verlangt höchste Aufmerksamkeit und schnelle Reaktionen.

Deja-Vu von Heinz Meister fordert das Gedächtnis und die Reaktionsschnelligkeit

Deja-Vu von Heinz Meister fordert das Gedächtnis und die Reaktionsschnelligkeit

Vor dem Spiel werden die 36 Gegenstände auf dem Tisch verteilt. Die Karten – auf ihnen sind 1 bis 3 Gegenstände abgebildet – werden gemischt und dann 3 Karten aussortiert. Der Startspieler beginnt mit dem Aufdecken der ersten Karte. Reihum deckt jeder Spieler eine weitere Karte auf und legt diese auf den Ablagestapel. Jeder Gegenstand ist genau zweimal im Kartenstapel vertreten. Taucht ein Gegenstand das zweite Mal auf, gilt es diesen möglichst schnell zu schnappen. Dabei darf man allerdings keinen Fehler machen, sonst scheidet man aus der laufenden Runde aus. Am Ende der Runde werden noch die drei zuvor aussortierten Karten aufgedeckt und mit den noch ausliegenden Gegenstände verglichen. Wenn keine weiteren Beanstandungen mehr sind, gibt es jetzt Punkte. Für jeden Gegenstand erhält man einen Siegpunkt. Wer nach drei Runden die meisten Siegpunkte hat, ist der Sieger.

Meine Meinung

Für Deja-Vu braucht man einen exakten Blick und ein gutes Gedächtnis. Vor allem, weil es die 36 Gegenstände in sich haben: So gibt es gemeiner Weise immer zwei Gegenstände, die sich ähnlich sehen. Das verstärkt den Deja-Vu-Effekt noch mehr. In der ersten Runde ist das Spiel schon schwierig genug, in der zweiten oder dritten Runde wird es zunehmend heftiger. Denn nicht jedem Spieler gelingt es, zwischen den Runden den Kopf frei zu bekommen.

Deja-Vu ist ein Gedächtnis-Spiel, bei dem man auch noch schnell sein muss. In einer stimmungsvollen Runde macht das Spiel viel Spaß, es zeigt einem aber auch, wie schnell die Grenzen des eigenen Intellektes erreicht werden.

Vielen Dank an Amigo für ein Rezensionsexemplar.

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Spielbewertung für Deja-Vu von Heinz Meister

Schwierigkeit Spielspaß Spielreiz Spielgrafik
mittel hoch hoch bewusst verwirrend
Alter Spieler Spieldauer Spielpreis
ab 8  Jahre 2 – 6 20 – 30 min ca. 14 Euro

Gesamturteil:

sterne_4_klein