Druiden an die Macht

In Rune Stones von Rüdiger Dorn schwingen wir uns auf den Thron des mächtigsten Druiden. Helfen sollen uns dabei magievolle Runensteine, die wir im Laufe des Spiels durch das Schmieden von Artefakten erhalten. Doch Edelsteine, Artefakte und Runensteine sind nur Mittel zum Zweck. Am Ende gewinnt der Spieler mit den meisten Machtpunkten.

Zu Beginn des Spiels erhält jeder Spieler ein Tableau und einen Kartensatz mit 8 Karten. Nach dem Dominion-Prinzip werden die Handkarten gespielt – Karten ausspielen, Karten ablegen, Karten nachziehen. Ist der Nachziehstapel leer, wird der Ablagestapel gemischt und zum neuen Nachziehstapel.

Das Spiel selbst funktioniert recht einfach: Mit den Handkarten kann man neue, mächtigere Kreaturen beschwören, die in den Ablagestapel wandern. Statt neue Kreaturen zu beschwören, kann man auch deren Fertigkeiten nutzen und auf diese Weise Edelsteine erhalten. Mit den Edelsteinen können Artefakte geschmiedet werden, die sich dann in Runensteine und Machtpunkte tauschen lassen. Die Runensteine bieten dauerhafte Vergünstigungen während des Spiels, die Machtpunkte bringen einem seinem Ziel näher, der mächtigste Druide zu werden.

Der Spielplan ist in mehrere Bereiche aufgeteilt. Ganz oben sind 6 Plätze für die Kreaturenkarten. Darunter befindet sich die Runenstein-Auslage, der Erz- und Edelsteinvorrat und die Schmieden-Auslage. Außen herum ist die Machtpunkteleiste dargestellt.

Die Spielzüge im Einzelnen

Kreaturen beschwören: Für das Beschwören einer Kreatur nutzt ein Spieler die oben auf den Handkarten abgedruckten Magiepunkte. Er kann allerdings pro Zug immer nur Magiepunkte einer Farbe verwenden. Die Kosten für das Beschwören einer Kreatur richten sich nach dem Platz, auf dem sie gerade liegt (1 bis 4). Die Farbe der Kreaturen spielt keine Rolle. Hat ein Spieler beispielsweise 3 blaue Magiepunkte, kann er sich eine Karte auf einem 3er-Platz oder 2 Karten auf einem 1er- und 2er-Platz nehmen. Die ausgespielten Karten kommen ebenso wie die beschwörten Karten auf den Ablagestapel des Spielers. Danach rutschen alle noch ausliegenden Karten auf dem Spielplan nach rechts, die neuen Karten werden ganz nach links auf die teuersten Plätze gelegt.

Der Preis der zu beschwörenden Kreaturen richtet sich nach dem aktuellen Platz

Fähigkeiten nutzen: Ein Spieler wählt genau zwei Handkarten aus, deren Fähigkeit er nutzen möchte. In welcher Reihenfolge er sie behandelt, bleibt ihm überlassen. Neben den Grundfähigkeiten (Nimm), gibt es noch Wahlfähigkeiten (Nimm entweder oder) und Tauschfähigkeiten (Gib ab, nimm). Hat man beide Karten abgearbeitet, kommt die Karte mit der höheren Zahl aus dem Spiel (Startkarte) oder auf den allgemeinen Ablagestapel (zuvor beschworene Kreatur). Die Karte mit der niedrigeren Zahl kommt auf den eigenen Ablagestapel.

Artefakte schmieden: Ein aktiver Spieler kann bis zu 2 Artefakte aus unterschiedlichen Schmieden erschaffen. Insgesamt gibt es 6 Schmieden. Die Kosten für ein Artefakt sind unterhalb der Schmiede abgebildet (2-4 gleiche Edelsteine oder 4 beliebige (Jokerartefakt)). Die teureren Schmieden (3/4 gleiche Edelsteine) bringen noch einen Bonus. Es gibt insgesamt 4 Artefakte und das Jokerartefakt. Der Spieler hat auf seinem Tableau zwei Reihen zu je 5 Artefakten. Farbige Artefakte dürfen nur auf die dafür vorgesehenen Plätze abgelegt werden. Die Jokerartefakte dürfen überall hingelegt werden. Pro Zug darf allerdings nur ein Jokerartefakt genommen werden.
Nach dem Schmieden kann der Spieler seine Artefakte in Machtpunkte umwandeln. Er entscheidet für jede seiner beiden Reihen – sofern mindestens 2 Artefakte in einer Reihe liegen -, ob er Machtpunkte haben möchte. Wandelt er mindestens eine Reihe um, so erhält er zu den Machtpunkten noch einen Runenstein.

Erreicht ein Spieler mit seinem Machtstein mindestens den Thron (Feld 65), endet das Spiel. Die Runde wird noch zu Ende gespielt. Für je 3 Edelsteine/Erze gibt es noch einen Machtpunkt. Übrige Artefakte auf dem Tableau werden noch abgerechnet. Wer jetzt am weitesten vorne ist, hat gewonnen.

Meine Meinung

Rune Stones ist ein nettes und unterhaltsames Spiel mit einer gewissen taktischen Komponente. Man muss etwas aufpassen, was die anderen Spieler gerade so treiben und sich selbst einen Plan überlegen, wie man sein eigenes Spiel gestalten will. Trotzdem ist der Spielablauf recht einfach und die Wahlmöglichkeiten sind auf das richtige Maß begrenzt. Zusatzelemente wie Erz, Jokersteine oder der Würfel machen das Spiel variabel und sorgen am Ende für ein knappes Ergebnis.

Die Runensteine sind sehr mächtig. Man sollte sich daher gut überlegen, ob man nicht zu Beginn des Spiels möglichst schnell versucht, einen oder zwei der Steine in seinen Besitz zu bekommen (max. 4 verschiedene). D.h. natürlich im Gegenzug, zunächst auf Machtpunkte zu verzichten, dafür kann man aber die Vorteile der Runensteine nutzen.

Mit Rune Stones – schade, dass Queen Games hier nicht einen Karton mit dem Namen in Deutsch gedruckt hat – ist Rüdiger Dorn wieder ein sehr schönes Spiel gelungen. Das Spiel bietet genügend Tiefe, um auch nach mehreren Partien noch Spaß zu machen, ist aber gleichzeitig einfach genug, dass auch Gelegenheitsspieler ihre Freude an diesem Spiel haben.

Die Grafik ist sehr schön, das Spielmaterial  hochwertig, die Spielanleitung übersichtlich und verständlich. Hier gibt es zwar nichts zu meckern, doch die hochwertige Verarbeitung schlägt sich im Preis nieder.

Wem Rune Stones irgendwann langweilig wird, kann sich mit der Erweiterung „Kreaturen der Nacht“ (20 Euro) zusätzliches Spielmaterial besorgen.

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Spielbewertung für Rune Stones von Rüdiger Dorn

SchwierigkeitSpielspaßSpielreizSpielgrafik
mittelsehr hochsehr hochsehr schön
AlterSpielerSpieldauerSpielpreis
ab 12 Jahre2 – 4ca. 60 minca. 45 Euro

Gesamturteil:

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