Vom Winde verweht

Wie im richtigen Leben vertrauen sich die Spieler bei Die Inseln im Nebel mit ihrem Ballon dem Wind an. Die Fahrt auf dem sechseckigen Spielfeld ist allerdings nicht nur Zufall, durch geschickten Einsatz von Energie lässt sich der Ballon dahin steuern, wo er hinsoll. Meistens wenigstens.

Jeder Spieler hat ein eigenes Tableau, das seine Insel darstellt. Im Zentrum befindet sich die Ballonwerft. Alle Spieler erhalten zu Beginn ein unterschiedliches Startteil, das sie in ihrer Okularleiste ablegen. Jeder Spieler stellt seinen Ballon auf ein der Werft benachbartes Feld. An den 6 Rändern des Spielfeldes sind bereits unterschiedliche Landschaften aufgedruckt. Die Felder dazwischen befinden sich im Nebel. Sie gilt es möglichst zusammenhängend mit den Landschaftsplättchen zu überbauen. Auch die aufgedruckten Randfelder und Vulkane (Minuspunkte) können mit Plättchen belegt werden. Neben Landschaftskärtchen gibt es auch Statuen und Städte. Am Ende des Spiels erhalten die Spieler Siegpunkte für zusammenhängende Landschaften, Städte, Statuen und verbliebene Energie Siegpunkte, für nicht überbaute Vulkane hagelt es Minuspunkte. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Ablauf einer Spielrunde

Am Rundenanfang werden als erstes die Wolken in der Tischmitte mit Plättchen belegt. Der Startspieler positioniert auf jeder Wolke genau ein Plättchen, das er blind aus dem Säckchen zieht. Maximal können auf einer Wolke 3 Plättchen liegen. Der Spieler rechts vom Startspieler schnappt sich anschließend die beiden Würfel und legt mit ihnen Bonus und Windrichtung für diese Runde fest. Passt ihm der erste Wurf nicht, kann er einen oder beide Würfel erneut würfeln. Jetzt kann der Startspieler mit seinem Zug beginnen. Das Feld, auf dem der Ballon des Spielers steht, gibt die Zugweite an. Will ein Spieler nicht auf das durch Zugweite und Zugrichtung festgelegte Feld ziehen, kann er durch Abgabe von Energie sowohl Zugweite als auch Richtung verändern. Für einen Richtungswechsel muss der Spieler erst auf 0 herunterbremsen (1 Energie pro Stufe) und dann pro Feld in die andere Richtung 2 Energie abgeben. Hat der Spieler sein Endfeld erreicht, nimmt er sich alle Plättchen einer Wolke. Er kann den Wert eines Plättchen jetzt entweder in Energie umwandeln oder das Plättchen auf sein Okular legen. Ist kein Okular-Feld mehr frei, muss der Spieler in Energie umwandeln. Anschließend darf der Spieler beliebig viele Plättchen von seinen Okular-Feldern um seinen Ballon platzieren. Danach ist der nächste Spieler an der Reihe. Zum Schluss wird der neue Startspieler ermittelt. Es ist der Spieler, der auf dem höchsten Feld steht.

Spielende

Das Spiel endet, sobald ein Spieler alle sechs Küsten via Landschaftskärtchen – Städte und Statuen zählen nicht mit – angebunden hat. Die aktuelle Runde wird noch zu Ende gespielt, danach folgt noch eine Abschlussrunde. Alle Spieler, die diese Bedingung in der Vorschlussrunde erreicht haben, bekommen 10 Siegpunkte. Wer es in der Abschlussrunde noch schafft, erhält 5 Siegpunkte.

Meine Meinung

Die Inseln im Nebel ist ein solides Spiel, das gerne auf den Tisch kommt. Autor Volker Schächtele hat eine gute Balance zwischen Glück und eigenem Einfluss auf die Wege des Ballons gefunden. Wer mit dem Grundspiel vertraut ist, kann sich auch an die beiden Erweiterungsmodule wagen. Damit bietet das Spiel reichlich Abwechslung.

Der Mechanismus ist recht einfach, sodass die Spielregel die meiste Zeit im „Schächtele“ verbleiben kann. Die grafische Gestaltung von Michael Menzel überzeugt, ohne übertrieben zu sein. Die Regel ist übersichtlich und klar strukturiert.

Insgesamt macht man mit Die Inseln im Nebel nichts falsch.
Vielen Dank an Schmidt Spiele für ein Rezensionsexemplar

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Spielbewertung für Die Inseln im Nebel von Volker Schächtele

SchwierigkeitSpielspaßSpielreizSpielgrafik
mittelhochhochsehr schön
AlterSpielerSpieldauerSpielpreis
ab 10 Jahre2 – 4ca. 60 minca. 26 Euro

Gesamturteil:

Vier Sterne Spiel

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