Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

Newton ist eine Gemeinschaftsarbeit von Nestore Mangone und Simone Luciani. Und nebenbei eines der besten Spiele, die ich in den letzten Jahren gespielt habe. Ausgewogen mit vielen Möglichkeiten gilt es Siegpunkte mit Reisen, Lernen und technologischen Fortschritten zu erringen. Unterstützt wird man von den großen Meistern der Wissenschaft.

Das 18. Jahrhundert ist das Zeitalter der bedeutendsten Entdeckungen. Aufregende Forschung führt zu immer mehr Wissen in geheimnisvollen und unbekannten Gebieten. Die Spieler schlüpfen bei Newton in die Rolle von jungen Gelehrten, um in die Fußstapfen des großen Newton zu treten. Dazu reisen sie durch Europa und besuchen Städte, Universitäten und Kultstätten. Sie arbeiten hart, um die Lehrstunden zu finanzieren, und entdecken neues Wissen in der Bibliothek.

Newton wird auf mehreren Spielplänen gespielt

Gespielt wird auf drei Elementen: dem Reiseplan, dem Fortschrittsplan und dem eigenen Tableau. Darüber hinaus liegen neben dem Spielplan einige Geistesblitze, die erworben werden können. Gespielt wird in 6 Runden, jede Runde ist in 2 Phasen unterteilt. In der Aktionsphase muss jeder Spieler 5 Aktionskarten ausspielen. Eine Aktionskarte ist zweigeteilt: Aktionssymbol (unten), Sondereffekt (oben). In der Aufräumphase muss man eine der Aktionskarten unter sein Tableau schieben. Sie kann jetzt nicht mehr ausgespielt werden, erhöht aber den Wert zukünftiger gleicher Aktionen. Sondereffekte dieser Karte können nicht mehr genutzt werden.

Zentrales Element bei Newton ist das eigene Tableau, der Schreibtisch. Hier werden die Aktionskarten ausgespielt.

Es gibt insgesamt 5 verschiedene Aktionen: Arbeiten, Technologie, Reisen, Lehrstunde und Studieren. Zu jeder dieser Aktionen gibt es ein Aktionssymbol auf den Aktionskarten. Durch Ablegen einer passenden Karte auf seinem Tableau darf man die zugehörige Aktion ausführen. Der Wert einer Aktion definiert sich dabei über die Anzahl der entsprechenden Aktionssymbole auf dem Tableau. Wird ein Symbol zum ersten Mal ausgespielt, so ist der Wert gleich 1. Liegt ein Symbol bereits auf dem Tableau und es wird das gleiche Symbol ein zweites Mal ausgespielt, ist der Wert gleich 2. Durch die Abgabe von 2 Geld kann man den Wert einer Aktion um 1 erhöhen.

Arbeiten (Geld bekommen): Bewege deinen Marker um (maximal) so viele Felder auf der Arbeitsleiste weiter, wie es dem Wert der Aktion entspricht, und nimm dir genauso viele Münzen aus dem allgemeinen Vorrat.

Technologie (Fortschritt): Bewege EINEN deiner Studenten um (maximal) so viele Felder im Technologiebaum weiter, wie es dem Wert der Aktion entspricht.

Reisen (Orte besuchen):  Bewege deinen Gelehrten um (maximal) so viele Felder auf dem Spielplan, wie es dem Wert der Aktion entspricht. Besuchte Orte werden mit einem Spielstein gekennzeichnet.

Lehrstunde (neue Aktionskarten erwerben): Nimm EINE der ausliegenden Aktionskarten auf die Hand, deren Stufe (maximal) dem Wert der Aktion entspricht.

Studieren (Regalplättchen ablegen): Nimm EINES deiner Regalplättchen und lege es auf dein Studientableau auf ein Buchfeld deiner Wahl in einer Regalreihe, deren Stufe (maximal) dem Wert der Aktion entspricht.

Die Aktion Arbeiten ist eigentlich selbsterklärend. Erreicht man ein Sonderfeld, muss man auf diesem Feld stehen bleiben, um den Effekt zu nutzen. Gleiches gilt für die Aktion Technologie. Hier gibt es mehrere Pfade, denen man folgen kann. Die Schlussfelder können unterschiedlich sein. Zum Teil sind Bedingungen notwendig, um sie zu betreten. Läuft die Spielfigur über ein Bonusplättchen, nimmt man es und führt den Effekt aus. Das gilt auch für das Reisen. Mit der Aktion Lehrstunde erhält man neue Karten mit zusätzlichen Sondereffekten, die ganz nützlich sind.

Probieren geht nicht über Studieren

Die Aktion Studieren ist etwas komplizierter. Das Regal auf dem Tableau besteht aus drei Reihen mit unterschiedlichem Wert der Aktion (1 bis 3). Man darf genau ein Buchplättchen in einer Reihe ablegen, die dem Aktionswert entspricht – Wert 1, Reihe 1, Wert 2, Reihe 1 oder 2, Wert 3, Reihe 1, 2 oder 3. Das Splitten auf mehrere Bücherplättchen ist nicht erlaubt. Darüber hinaus muss man die Bedingung für das Regalfach erfüllen. Das können Bücher oder besuchte Orte sein. Ist eine Reihe oder Spalte fertig, bekommt man dafür in der Aufräumphase entsprechende Siegpunkte.

Jeder Spieler hat zu Beginn einen Joker in der Hand, der wie eine Aktionskarte ausgespielt werden kann. Er gilt als beliebige Basisaktion. Daneben gibt es noch ein paar Zusatzaktionen, die beliebig ausgeführt werden können. Für 3 Geld kann man sich einen Trank kaufen. Diese sind recht nützlich bei der Aktion Studieren. Mit einem Trank kann man ein fehlendes Buch ersetzen, mit 3 Tränken kann man gar ein beliebiges Feld im Bücherregal belegen. Für 5 Geld darf man eine zusätzliche Spielfigur auf das Startfeld des Technologie-Spielplans stellen und für 2 Geld darf man 2 zusätzliche Karten bei der Aktion Lehrstunde aufdecken.

Jeder Spieler erhält zu Spielbeginn 4 Meisterkarten. Erreicht er eines der Meisterfelder (Reisen, Technologie, Arbeiten), kann er die Fähigkeit einer Karte nutzen. Am Ende gibt es auch noch Siegpunkte für die Meister.

Das Spiel endet nach der sechsten Aufräumphase. Es gibt noch Siegpunkte für Zielfelder und Meisterkarten. Wer jetzt vorne ist, hat gewonnen.

Meine Meinung

Newton ist echt klasse. Für ein doch recht komplexes Spiel ist Newton in Nullkommanix erklärt. Es gibt keine großartigen Sonderregeln oder Ausnahmen, die das Spiel kompliziert machen. Der Ablauf ist daher recht einfach, wodurch sich das Spiel flüssig spielen lässt. Es gibt viele verschiedene Variationsmöglichkeiten, wie man zu Punkten kommen kann. Man sollte aber bei jedem Spielweg, für den man sich entscheidet, das Studieren nicht vergessen. Schließlich kann man kein großer Wissenschaftler werden, ohne regelmäßig in der Bibliothek tätig zu sein. Das Siegpunktepotenzial des Bücherregals ist schon gewaltig. Spätestens nach Runde 2 sollte man hier Siegpunkte einfahren. Einmal belegt, liefern vollständige Reihen oder Spalten in jeder Aufräumphase Siegpunkte. Das summiert sich bis Spielende. So reichen vier belegte Felder nach Runde zwei schon aus, um 30 Siegpunkte zu machen. Das macht rund ein Drittel der Siegpunkte aus. Es lohnt sich daher, möglichst schnell zu studieren.

Insgesamt gehört Newton sicherlich auf eine Stufe mit Klassikern wie Sankt Petersburg oder Puerto Rico. Daher gibt es auch volle Punktzahl.

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Spielbewertung für Newton von Nestore Mangone und Simone Luciani

SchwierigkeitSpielspaßSpielreizSpielgrafik
mittel – schwierigsehr hochextrem hochsehr schön
AlterSpielerSpieldauerSpielpreis
ab 12 Jahre1 – 4ca. 30 min/Spielerca. 43 Euro

Gesamturteil:

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Ein typisches Feld-Spiel

Man mag ihn oder man mag ihn nicht. An Spieleautor Stefan Feld scheiden sich definitiv die Geister. Die einen finden seine Spiele super, die anderen, nun ja, sagen wir eher weniger gut. Ein dazwischen gibt es praktisch nicht. Mit Forum Trajanum hat Feld im letzten Jahr ein neues Spiel bei Huch herausgebracht. Warum es mir gefällt und warum Stefan-Feld-Spiele in meinem Spieleschrank einen festen Platz haben, lest ihr im folgenden Artikel.

Um Ru(h)m & Ehre, Die Burgen von Burgund, Trajan, Bora Bora, Brügge, AquaSphere, Jórvík, Das Orakel von Delphi, Carpe Diem – die Liste an Stefan-Feld-Spielen ist lang. Genauso lang, wie die meisten Spielanleitungen. Stefan Feld produziert keine Stangenware, er liefert Maßanfertigungen. Leichte Kost geht anders. Wer ein Stefan-Feld-Spiel aus dem Schrank holt, weiß, worauf er sich einlässt. Vor dem Spielspaß kommt erst einmal ein gründliches Lesen der Spielanleitung. Meistens reicht ein Durchgang nicht, um alle Finessen zu erfassen. Danach ein oder zwei Proberunden, um die Feinheiten, Ausnahmen, Besonderheiten zu verstehen. Ein Aufwand, den viele Spieler scheuen. Hat man sich allerdings durch die Startschwierigkeiten durchgekämpft, erwartet den Spieler ein fein durchdachtes, ausgefeiltes Spiel, das viel Spaß macht.

Es gibt Spiele, die kann man aus dem Spieleschrank ziehen, aufbauen und sofort losspielen. Man kennt die meist einfachen Regeln und die simplen Mechanismen. Doch zu diesen Spielen gehören Feld-Spiele in der Regel nicht, was sicherlich ein Problem darstellt. Während Spiele wie Brügge oder Die Burgen von Burgund vielleicht immer wieder mal beim Spieleabend auf den Tisch kommen, werden Spiele wie AquaSphere oder Das Orakel von Delphi eher selten gespielt werden. Die genauen Regeln sind vergessen und beim Aufbau des Spiels hört man immer wieder den gleichen Satz: „Wie war das nochmal…?“ Wer vorhat, ein Stefan-Feld-Spiel an einem Spieleabend zu spielen, sollte daher immer nochmal einen Blick in die Spielregel werfen.

Forum Trajanum ist ein typisches Feld-Spiel. Siegpunkte gibt es hier und da.

Forum Trajanum reiht sich in diesen Spielereigen ein. Auch hier gibt es eine ausführliche Spielanleitung, auch hier bedarf es einiger Partien, um alle Feinheiten des Spiels zu verstehen – trotz einfachem Mechanismus. Und auch hier musste ich vor jeder Partie einen Blick in die Regel werfen: „Wie war das doch noch gleich…?“

Der Bau des größten Forums in Rom

In Forum Trajanum geht es um ein Monument der Ewigkeit. Kaiser Trajan will das größte und schönste Forum Roms bauen. Die Spieler schlüpfen in die Rolle eines Kolonie-Verwalters, der seine Colonia im Laufe des Spiels möglichst optimal entwickelt und den Kaiser via Gesandte beim Bau seines Monumentes unterstützt. Jeder Spieler besitzt dazu eine Colonia mit 36 Feldern (6×6 Raster, 32 Felder mit Coloniaplättchen belegt), die es geschickt zu bebauen gilt. Gespielt wird in 3 Durchgängen zu je vier Runden. Nach jedem Durchgang gibt es eine Wertungsphase, in der die Spieler Siegpunkte für ihre Errungenschaften in der Colonia und dem Forum bekommen. Wer am Ende des 3. Durchgangs die meisten Siegpunkte hat, gewinnt.

Jeder Spieler besitzt ein Tableau mit einem Straßensystem, Bürger und Gesandte. Auf frei gewordenen Feldern kann gebaut werden. Anschließend gibt es die entsprechenden Boni.

Vor Beginn einer Runde werden 2 Straßenkarten aufgedeckt. Alle Spieler decken gleichzeitig zwei Coloniaplättchen, die in diesen beiden Straßen liegen, auf. Sie behalten eines der beiden Plättchen und geben das andere an den rechten Mitspieler weiter. Danach dürfen die Spieler nacheinander im Uhrzeigersinn ein Coloniaplättchen nutzen und eine Bauaktion durchführen. Auf den Coloniaplättchen sind Bürger oder Ressourcen abgebildet. Die sechs Bürger stammen aus drei Gesellschaftsschichten (Patrizier, Handwerker, Händler). Bürger bringen Spezialfertigkeiten oder Sofortboni und wirken als Siegpunktmultiplikatoren bei der Colonia-Wertung. Insgesamt gibt es sechs verschiedene Ressourcen: Baumeister, Arbeiter, Assistenten, Geld, Tribune und Aufwertungen. Mit ihnen lassen sich Gebäude bauen, die Straßenkarten ignorieren, zusätzliche Coloniaplättchen nutzen und vieles mehr. Alle eigenen Coloniaplättchen, die genutzt wurden, kommen auf das eigene Ablagefeld. Sie können später als Gesandte ans Forum geschickt werden.

Für jede Bauaktion, die ein Spieler ausführt, gibt es eine zugehörige Bauprämie. Wer mithilfe des Baumeisters ein graues Gebäude baut, erhält direkt Siegpunkte oder weitere Ressourcen. Durch den Bau eines farbigen Bauwerkes darf man einen Gesandten auf dem Forum platzieren. Das Forum ist in verschieden große Flächen in den vier Farben der bunten Bauwerke unterteilt. Den ersten Gesandten darf ein Spieler in ein beliebiges Feld der entsprechenden Farbe setzen. Nachfolgende Gesandte aller Spieler müssen in dieser Farbe in das angefangene Farbfeld gesetzt werden. Wer den letzten Gesandten in ein Farbfeld setzt, erhält einen Flächenbonus. Auf dem Forum gibt es auch einige Adlerfelder. Gesandte, die orthogonal neben diesen Feldern sitzen, zählen in der Forumswertung 1 Siegpunkt.

Am Ende eines Durchgangs kommt es zu einer Wertung. Zunächst müssen die Bürger, die mit ihren Spezialfertigkeiten auf dem Tableau aktiv sind, bezahlt werden. Sonst bringen sie in der Wertung keinen nutzen. Jetzt gibt es Siegpunkte für offene Baukräne (liegen in den Ecken der Colonia), die grauen Gebäude in Abhängigkeit von den aktiven Bürgern, die Gesandten auf dem Forumsplatz und erfüllte Auftragskarten. Nach der dritten Wertung endet das Spiel.

Meine Meinung

Ich muss vorausschicken, dass ich ein Fan von Stefan-Feld-Spielen bin. Trotz der Nachteile seiner Spiele (viele Sonderregeln etc.) haben sich bisher alle Spiele als gut spielbar erwiesen. Das gilt auch für Forum Trajanum. Der eigentlich Spielmechanismus ist doch recht einfach. 2 Plättchen nehmen, eines weitergeben, eines bekommen, eines der beiden Plättchen nutzen, Bauaktion durchführen, Prämie nehmen. Die Grundregeln werden natürlich durch die Bürger mit ihren Sondereigenschaften etwas ausgehebelt. Deshalb sollte man sich vor dem Spiel mit den Sondereigenschaften etwas intensiver beschäftigen. Am besten lässt man die Seite 10 der Regel offen neben dem Spielbrett liegen. Man wird sie brauchen.

Das Spiel bietet insgesamt viel Abwechslung (natürlich auch wegen der Bürger). Es fordert von den Spielern eine hohe Variabilität in den Handlungen. Einen stringenten Plan zu verfolgen ist extrem schwierig, da man ja nicht weiß, welche Coloniaplättchen man in der nächsten Runde erhält. Forum Trajanum ist ein Spiel, bei dem man von Runde zu Runde agieren muss und das beste aus dem herausholen muss, was man gerade zur Verfügung macht. Das ist natürlich nicht jedermanns Sache.

Fazit: Forum Trajanum ist ein typisches Feld-Spiel – mit allen Vor- und Nachteilen.

Vielen Dank an Huch für ein Rezensionsexemplar.

Forum Trajanum bei Amazon bestellen

Spielbewertung für Forum Trajanum von Stefan Feld

SchwierigkeitSpielspaßSpielreizSpielgrafik
schwersehr hochsehr hochsehr schön
AlterSpielerSpieldauerSpielpreis
ab 12 Jahre2 – 4ca. 30 min/Spielerca. 45 Euro

Gesamturteil:

Hör mal, wer da hämmert

Wenn Papa auf dem Sofa liegt und schläft, die Kinder schon im Bett sind oder einfach nur Ruhe angesagt ist, dann sorgt Trollfjord für die nötigen Knalleffekte. Drei oder vier solide Schläge mit dem Hammer auf den Turm und alle sind wach – mehr oder weniger amüsiert. Für diejenigen, die wach sind und mitspielen ist Trollfjord allerdings ein geselliges Spielchen mit viel Aktion.

Schachtel Trollfjord
Trollfjord von Eilif Svensson und Kristian A. Ostby ist für 2 bis 4 Spieler ab 10 Jahre geeignet

Bei Trollfjord geht es um Folgendes: Auf dem Spielplan gibt es 6 Festungen, die dem alten Berggeist gehören. Diese sind voller Geröll. Da der Berggeist aber keine Lust aufs Aufräumen hat, lässt er das die Trolle erledigen. Die klopfen mit dem Hammer gegen den Turm und sorgen so dafür, dass das Geröll herausfällt. Ein typischer Spielzug bei Trollfjord besteht aus drei Phasen: 1. Obertroll bewegen und Aktion ausführen, 2. Geröll aus dem Turm hämmern, 3. Schätze einsammeln.

Obertroll bewegen und Aktion ausführen

Auf dem Spielplan sind 2 x 6 Landschaften abgedruckt, in denen jeweils ein Schatz liegt. Jeweils drei Grenzen an eine Festung. Um den Spielplan liegt ein Holzweg, auf dem die Landschaften und Wanderfelder (Füße) abgedruckt sind. Zu Spielbeginn starten alle Spieler mit ihrem Obertroll am Ende des Holzweges. Ein Spieler darf seine Figur um bis zu drei Landschaftsfelder oder Wanderfelder vorwärts bewegen. Landet ein Spieler auf einem Landschaftsfeld, darf er insgesamt so viele Trolle in die entsprechenden Landschaftsgebiete einsetzen, wie er sich vorwärts bewegt hat. Ein Beispiel: Ein Spieler geht drei Landschaftsfelder vorwärts und landet auf einem Waldfeld. Er darf jetzt bis zu 3 Trolle auf Wald einsetzen. Bei den Wanderfelder darf man Trolle auf dem Spielplan verschieben – 3 Wanderfelder weit gezogen, bis zu 3 mal einen Troll über eine Grenze verschieben. Erreicht der Obertroll durch einen Bewegungszug nicht die Spitze der Karawane, erhalten alle Spieler, die mit ihrem Obertroll weiter vorne rangieren, Rückenwind. Sie dürfen – je nachdem, wo ihr Obertroll steht – eine Aktion ausführen (einsetzen oder wandern).

Trollfjord im Überblick mit Spielplan und Turm
Trollfjord ist grafisch sehr schön gestaltet und dennoch übersichtlich

Hämmern was das Zeug hält

Nachdem ein Spieler seinen Obertroll bewegt und die entsprechende Aktion ausgeführt hat, darf er Geröll aus dem Turm hämmern – wenn er möchte. Dazu muss er in mindestens zwei Landschaftsgebieten um den Turm vertreten sein und die Zahl auf dem Turm muss derjenigen entsprechen, die auf dem Spielertableau links frei ist. Da ein Troll nicht gern alleine hämmert, gibt es in der Regel einen Kumpan, der bei der Säuberungsaktion mitmachen darf. Allerdings muss auch er in zwei verschiedenen Gebieten rund um den Turm vertreten sein. Der Kumpan tritt allerdings nur dann in Aktion, wenn der aktive Spieler beim Hämmern einen Fehlversuch hat oder er das Hämmern freiwillig beendet hat. Die Anzahl der Schläge wird durch die Anzahl aller Trolle in den Gebieten rund um den Turm vorgegeben, beträgt aber maximal 9. Im Turm befinden sich 44 Geröllbrocken in den Farben gelb, rot, blau und weiß. Es dürfen immer nur so viele Geröllbrocken einer Farbe aus dem Turm fallen, wie Trolle um den Turm stehen. Nur bei Weiß erlaubt der Berggeist mehr.

Turm von Trollfjord
Wer auf den Turm hämmert muss aufpassen, wie viele Steine von jeder Sorte herausfallen

Schätze einsammeln

Ist ein Spieler fertig mit Hämmern, weil kein Schlag mehr übrig ist oder er nicht weitermachen will, geht es ans Schätze einsammeln. Der aktive Spieler ist zuerst dran. Er zählt die herausgefallenen Steine zusammen und darf sich einen Schatz bis zu diesem Wert aus einer der angrenzenden Regionen nehmen, in der er vertreten ist und sofern der Berggeist nichts dagegen hat. Stehen um einen Turm beispielsweise 7 Trolle, es sind aber 8 rote Steine herausgefallen, ist der Berggeist erzürnt und muss mit einem Mitbringsel besänftigt werden. Kann oder will man den Berggeist nicht besänftigen, gibt es auch keinen Schatz. Danach ist der Kumpan dran. Sind noch Schläge übrig, kann er den Turm noch etwas malträtieren oder gleich einen Schatz nehmen, sofern die Bedingungen erfüllt sind. Der aktive Spieler legt seinen Schatz auf die entsprechende Turmzahl auf seinem Tableau, der Kumpan verdeckt in die Mitte des Tableaus.

Das Spielertableau hat die Form eines Schatzbeutels. Die Plätze auf dem Riemchen geben vor, was der Spieler als nächstes zu tun hat. In der Mitte werden Kumpan-Schätze abgelegt, unten sind die Mitbringsel für den Berggeist
Braun ist am Zug. Um Festung II ist er in 2 Gebieten vertreten. Schwarz ebenso. Braun hämmert, Schwarz wird Kumpan. Insgesamt 6 Trolle stehen um die Festung – 6 Schläge, Maximum Geröll einer Farbe ebenfalls 6.

Kronen aufsetzen und aufräumen

Der Spieler, der auf einer Nummer des Tableaus den größten Schatz liegen hat, wird zusätzlich mit einem Krönchen und 6 Siegpunkten belohnt. Sollte im Laufe des Spiels ein anderer Spieler einen wertvolleren Schatz auf dieser Nummer heben, wandert das Krönchen zu ihm.

Hat ein Spieler einen Schatz gehoben, muss er alle Trolle aus dieser Region entfernen. Zum Schluss eines Zuges wird noch das Geröll in den Turm zurückgeworfen, dann ist der nächste Spieler an der Reihe. Das Spiel endet, wenn ein Spieler alle vier Zahlenfelder seines Tableaus mit Schätzen belegt hat. Alle anderen sind noch einmal dran, dann wird abgerechnet. Der Spieler mit der größten Punktzahl aus Schätzen, Krönchen und nicht eingesetzten Mitbringseln gewinnt.

Meine Meinung

Was eher wie ein Glücksspiel klingt, hat versteckt doch einiges an Raffinesse zu bieten. So kann zum Beispiel der Rückenwind für die anderen Spieler zum Vorteil genutzt werden, um die Zahl der Trolle um einen Turm möglicherweise zu erhöhen. Auch das Risiko, ein Mitbringsel abgeben zu müssen, kann sich vor dem Hintergrund lohnen, dafür das Krönchen zu kriegen – zumindest beim ersten Mitbringsel.

Ich finde, Trollfjord ist ein solides, nettes Spiel, das mit dem Hämmern auf dem Turm ein sehr schönes Spielelement enthält. Es sorgt für Aktion und Spannung, ähnlich wie ein Überraschungsei oder die berühmte Pralinenschachtel aus Forrest Gump. Man weiß nie, was rauskommt. Da fast alle Aktionen während des Spiels nicht zwingend ausgeführt werden müssen, lässt das Spiel viel Entscheidungsspielraum und bietet damit viel Spielreiz.

Die grafische Gestaltung durch Alexander Jung ist richtig gut gelungen, auch die Spielanleitung lässt sich gut lesen und ist mit zahlreichen Beispielen ausgestattet. Insgesamt ist den Autoren Kristian A. Ostby und Eilif Svensson (Mangrovia) von Aporta Games ein schöne Spiel mit interessanten Elementen gelungen.

Vielen Dank an Zoch für ein Rezensionsexemplar.

Trollfjord bei Amazon bestellen

Spielbewertung für Trollfjord von Eilif Svensson und Kristian A. Ostby

SchwierigkeitSpielspaßSpielreizSpielgrafik
leicht – mittelhochhochsehr schön
AlterSpielerSpieldauerSpielpreis
ab 10 Jahre2 – 4ca. 45 minca. 30 Euro

Gesamturteil:


Spielerisches Gehirnjogging für 2

Was haben Xodd und Pferdeäpfel gemeinsam? Und wie hängen Diggrie und Neutreeko zusammen? Wisst Ihr nicht? Dann empfehle ich Euch das Buch „Abstrakte Brettspiele“ von Tobias Grad. In diesem Buch beschreibt der Autor 50 Brettspiele, die sich auf einem klassischen Schachbrett oder einer etwas kleineren 5×5-Variante zu zweit spielen lassen.

Tobias Grad hat in seinem Buch 50 Brettspiele für 2 Spieler zusammengefasst. Darunter befinden sich Klassiker wie Schach und Dame, aber auch Exoten, die nur wenig bekannt sind. Bekannter sind häufiger die Autoren dieser Spiele: Reiner Knizia, Alex Randolph oder Sid Sackson. Insgesamt beinhaltet das Buch Spiele von über 30 verschiedenen Autoren.

In seinem Buch „Abstrakte Brettspiele“ bespricht Autor Tobias Grad auf 172 Seiten 50 Brettspiele, die sich auf einem 8×8- oder 5×5-Brett spielen lassen

Nach einer kurzen Einführung in das Thema und einem Überblick über die verschiedenen Spieltypen, erläutert der Autor noch ein paar grundsätzliche Regeln, die das Erfassen der Spielregeln erleichtern. Die Regeln selbst sind leicht verständlich geschrieben, sodass auch wenig geübte Spieler mit den einzelnen Spielen klarkommen.

Zu jedem Spiel gibt es eine kurze Erklärung, um welchen Spieletyp es sich handelt, wer der Autor ist, wann das Spiel erfunden wurde und wo es zum ersten Mal veröffentlicht wurde. Zu jedem Spiel ist das Spielmaterial aufgelistet und die Startaufstellung ist angegeben. Natürlich werden die Regeln erklärt und das Spielziel anhand eines Beispiels erläutert.

20 der 50 Spiele werden auf einem klassischen Schachbrett gespielt. In der Regel reichen die Steine eines Damespiels aus, um die Spiele zu spielen. Die anderen 30 Spiele sind auf einem 5×5-Feld spielbar. Da nicht jeder so ein Brett zur Verfügung hat, bietet Tobias Grad auf seiner Homepage www.grad.de ein solches Brett zum Download an. Einfach ausdrucken und losspielen.

Auf Altersangaben zu den einzelnen Spielen hat der Autor bewusst verzichtet. Viele Spiele sind strategischer Natur und eher knifflig. Andere Spiele sind sehr einfach und können auch mit Kindern gespielt werden.
Das hat der Autor mit seiner Tochter getestet.

Dennoch sollte man sich von der Einfachheit mancher Spiele nicht täuschen lassen. Die Spiele haben eine enorme Spieltiefe und bereiten somit großen Spaß.

Der Autor des Buches hat selbst drei der 50 Spiele erfunden: Mini-Schach, Diggrie und Von Seite zu Seite.

Mir haben die Inhalte, sprich die Spiele, gut gefallen. Da man nur wenig Spielmaterial benötigt, sind das Buch und seine beschriebenen Spiele auch ideal für unterwegs. Ein 5×5-Spielfeld ist schnell in den Sandstrand gezeichnet und Muscheln gibt es auch meist in zwei Sorten.

Das Buch ist für 10 Euro bei Amazon als Taschenbuch erhältlich. Hier kann man auch einen kleinen Blick in das Buch werfen. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite von Tobias Grad.

Rabenschwarzes Spiel

Pechvogel heißt das Spiel von Peter Jürgensen. Im Mittelpunkt des Spiels: Schwarzes Glück, besser bekannt als Pech. Was schief gehen kann, soll bei diesem Spiel auch schief gehen. Und das ist es – im wahrsten Sinne des Wortes.

Pechvogel ist ein Würfelspiel mit sieben Würfeln. Die Werte auf den Würfeln sind 3 bis 7 und Murphy, der Rabe. Ein Spieler am Zug würfelt alle 7 Würfel und entscheidet sich dann für eine Zahl, die er sammeln will. Ziel des Spiels ist es, möglichst 4 gleiche Zahlen zu würfeln. Nicht mehr und auch nicht weniger. Deshalb ist ein Spieler solange dran, bis er das geschafft hat. Der Spieler erhält dann einen der drei passenden Marker aus der Tischmitte. Im Verlauf des Spiels dürfen auch Marker beim Gegner weggenommen werden, dafür kommt ein Marker aus der Tischmitte in die Schachtel. Sonst würde das Spiel ewig gehen.

Schwarz, Schwärzer, Rabenschwarz: Das Design von Pechvogel ist gewöhnungsbedürftig

Wer drei Raben würfelt, hat Pech gehabt. Der Zug ist sofort zu Ende und der Spieler erhält ein Frustrat – am Ende 3 Minuspunkte wert. Das ist nicht weiter schlimm, Frustrate können schließlich wieder abgebaut werden. Ein Spieler kann einmal pro Zug ein Frustrat einsetzen, um einen Wurf zu wiederholen. Leider dürfen das auch die anderen Spieler: Genau einmal pro Spielzug können alle Spieler ein Frustrat einsetzen. Einer fängt an, wer mitmachen will, kann jetzt mitmachen. Der aktive Spieler muss dann seinen letzten Wurf wiederholen. Doch diese Aktion bleibt nicht ohne Folgen: Schafft es der Spieler noch, vier gleiche Zahlen zu würfeln, gibt es das Frustrat zurück und noch eins obendrauf. Zuerst von diesem Spieler, sonst aus dem Vorrat.

Besonders gierige Spieler – das sind diejenigen, die mehr als 3 Raben oder 4 gleiche Zahlen würfeln – erhalten zusätzlich zu ihrer Prämie (Marker oder Frustrat) noch Murphy dazu. Besitzt ein Spieler Muphy, ist jedes Frustrat des Spielers -7 Punkte wert.

Das Spiel endet, sobald keine Punktemarker mehr in der Tischmitte liegen. Jetzt wird abgerechnet. Der Spieler mit den meisten Pluspunkten gewinnt.

Meine Meinung

Pechvogel besitzt ein paar schöne Ärger-Elemente, der ganz große Spaß will sich bei diesem Spiel allerdings nicht einstellen. Woran das genau liegt, lässt sich nur schwer sagen. Vielleicht ist es einfach das düstere schwarze Design des Spiels. Zwar ist der Rabe Murphy von Doris Matthäus recht lustig gestaltet worden, das Schwarz drückt aber doch hart auf die Stimmung.

Für ein fetziges Würfelspiel sind einfach zu viele Spielelemente enthalten. So ist das Frustrier-Element – also das Wiedereinsetzen der Frustrate – völlig überflüssig. Es ist nie ganz klar, ob man jetzt frustrieren darf oder nicht. In unseren Spielrunden hat dieses Spielelement häufig nur ratlose Gesichter am Tisch zurückgelassen – ich würde es einfach ignorieren. Wir haben es ausprobiert: Das Spiel wird wesentlich einfacher und viel flotter. Viel ist manchmal eben zu viel.

Vielen Dank an Zoch für ein Rezensionsexemplar.

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Spielbewertung für Pechvogel von Peter Jürgensen

Schwierigkeit Spielspaß Spielreiz Spielgrafik
leicht – mittel mittel mittel etwas düster
Alter Spieler Spieldauer Spielpreis
ab 8 Jahre 2 – 5 ca. 20 min ca. 13 Euro

Gesamturteil:

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Spacige Nacktmulle gegen giftige Schlangen

Es hört sich schon etwas abgefahren an: In einer Weltraumstation versuchen  Nacktmulle sich vor giftigen Schlangen in die sichere Rettungskapsel zu flüchten. Doch das kooperative Kinderspiel Space Escape aus dem Hause Game Factory entpuppt sich für Jung und Alt als großer Spaß.

Dass Matt Leacock kooperative Spiele kann, hat er mit Pandemie hinlänglich bewiesen. Jetzt kommt eine kleine, lustige Variante für Kinder: Space Escape. Die Spieler schlüpfen jeweils in die Rolle eines interstellaren Nacktmulls. Die Raumstation der kleinen Nager ist von Schlangen besetzt worden, die sich jetzt frei in der Station bewegen. Die einzige Chance für die Mulle ist die zentrale Rettungskapsel. Dorthin flüchten sie, nicht jedoch ohne vorher noch Essen, eine Zahnbürste, eine Karte und etwas Klebeband einzusammeln. Jeder Mull hat außerdem einen Erste-Hilfe-Koffer dabei.

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Bei Space Escape versuchen die Spieler die Nacktmulle gemeinsam in die Rettungskapsel zu bringen

Das Ziel des Spiels ist denkbar einfach: Schaffen es alle Mulle mit den Ausrüstungsgegenständen in die Rettungskapsel, ist das Spiel gewonnen. Erreicht eine Schlange die Rettungskapsel, fällt ein Mull duch einen Luftschacht aus der Station oder wird ein Mull zweimal von einer Schlange gebissen, ist das Spiel verloren. Auch wenn alle Karten gespielt sind und sich noch ein Mull in der Station befindet, gewinnen die Schlangen.

Jeder Spieler hat zu Spielbeginn eine Karte auf der Hand. In der Regel ist im oberen Teil der Karte eine Aktion für die Mulle abgebildet. Entweder darf man den eigenen Mull, den eines beliebigen Spielers oder alle Figuren bewegen. Im unteren Teil der Karte gibt es meistens eine Bewegungsaktion für eine oder mehrere Schlangen. Auch neue Schlangen erobern die Raumstation. Damit es nicht ganz so einfach ist, haben einige Karten nur Schlangenaktionen.

Ist ein Spieler an der Reihe, führt er die Aktionen seiner Karte aus, legt diese ab und zieht sofort eine neue Karte. Die Weltraumstation der Nager hat 5 Stockwerke. Luftschächte und Leitern verbinden diese Stockwerke. Die einzigen beiden Möglichkeiten für Nager und Schlangen, von einem Stockwerk zu einem anderen zu kommen, sind das Hochklettern auf einer Leiter und das Herunterrutschen durch einen
Luftschacht. Nager und Schlangen gehen niemals Leitern herunter und klettern niemals Luftschächte hinauf.

Um die Nacktmulle in die Rettungskapsel zu bringen, müssen sich die Spieler untereinander absprechen. Die Spieler, die nicht an der Reihe sind, können und sollen durchaus Pläne schmieden, wie man die Mulle oder die Schlangen bewegt. Nur so lassen sich Schlangenbisse verhindern.

Meine Meinung

Space Escape ist ein einfaches, aber unterhaltsames Kooperationsspiel. Je nachdem, wie die Karten vom Stapel gezogen werden, kann es etwas einfacher oder schwieriger sein, die Mulle ins Ziel zu retten. Die Schlangen haben eine große Tendenz zur Mitte des Spielplans. D.h., rund um die Rettungskapsel kann es – wenn man nicht aufpasst – schnell eng werden. Ziel muss es daher sein, die Schlangen über die Luftschächte nach unten, oder noch besser, nach draußen zu schicken. Das funktioniert nur mit ordentlicher Planung.

Auf jeden Fall sollte man aber einen Schlangenbiss vermeiden. Durch Abgabe des Erste-Hilfe-Koffers kann sich ein Mull beim ersten Schlangenbiss zwar retten, er muss aber auf sein Startfeld zurück. Meistens erreicht ein gebissener Mull aber mangels passender Karten nicht mehr die Rettungskapsel.

Besonders schön finde ich die kindgerechte grafische Gestaltung des Spiels und der Anleitung. Space Escape ist ein klassisches Einsteigerspiel und eignet sich für Kinder ab 7 Jahren. Für Spieler, denen das Spiel nach ein paar Partien zu langweilig wird, liegt der Schachtel noch ein kleiner Umschlag bei. Darin befinden sich Zusatzkarten und eine Spielregelerweiterung. Die Zusatzkarten erhöhen den Schwierigkeitsgrad etwas.

Insgesamt überzeugt Space Escape als Kinder- und Einsteigerspiel durch seinen einfachen Mechanismus. Außerdem ist es perfekt austariert. Matt Leacock ist die Balance zwischen Nacktmull- und Schlangenbewegung hervorragend gelungen, sodass sowohl die Mulle als auch die Schlangen eine faire Siegchance haben. Das macht den Reiz dieses Spiels aus und lädt zum wiederholten Spielen ein.

Vielen Dank an Game Factory für ein Rezensionsexemplar.

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Spielbewertung für Space Escape von Matt Leacock

Schwierigkeit Spielspaß Spielreiz Spielgrafik
sehr leicht sehr hoch sehr hoch sehr kindgerecht
Alter Spieler Spieldauer Spielpreis
ab 7 Jahre 2 – 4 ca. 20 min ca. 16 Euro

Gesamturteil:

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Gemeinsam Abenteuer am Spieletisch erleben

Orte erkunden, Gegenstände kombinieren, Geschichten erleben: Mit den „Adventure Games“ veröffentlicht der Kosmos Verlag im Frühjahr 2019 eine neue Brettspielreihe zum Trendthema kooperative Event-Spiele. Gemeinsam mit den Autoren Phil Walker-Harding und Matthew Dunstan sind zunächst zwei Spiele zu unterschiedlichen Themen geplant.

Der Begriff Adventure Games bezeichnet ursprünglich ein bestimmtes Genre von Computerspielen. Hauptprinzip ist eine mysteriöse Geschichte, die von den Spielern nach und nach entdeckt – und gelöst – wird. Gleiches gilt für die neuen Adventure Games von Kosmos. In den kooperativen Event-Spielen erkunden die Spieler gemeinsam Räume, sprechen mit Personen, suchen Hinweise und kombinieren verschiedene Gegenstände miteinander, um das Geheimnis der Geschichte zu enthüllen. So entdecken sie nach und nach die Story, in der sie sich befinden. Aber Achtung! Je nachdem, welche Entscheidungen die Spieler treffen, ändert sich der Lauf der Geschichte. Es gibt kein Zurück mehr. Das Besondere: Dank einfacher Regeln können die Spieler direkt losspielen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Tiefe der Geschichten lässt Spieler in eine andere Welt eintauchen

Während bei den Live-Escape-Spielen der Reihe „Exit – Das Spiel“ die Rätsel im Vordergrund stehen, liegt bei den Adventure Games der Fokus vor allem auf der Story – ganz ohne Zeitdruck. So sind beim Erleben des Spiels viele verschiedene Wege möglich und es gibt nicht nur die eine richtige Lösung. Stattdessen will die Geschichte entdeckt werden! Dafür schlüpfen die Spieler in die Rolle verschiedener Charaktere mit unterschiedlichen Eigenschaften und tauchen so noch tiefer in das Spielgeschehen ein. Die Adventure Games bleiben dabei übrigens unversehrt und können erneut gespielt werden. Die Spiele stehen in zwei Altersstufen zur Verfügung.

Das Verlies

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Adventure Games – Das Verlies

Achtung, es wird düster! Komplett ohne Erinnerung erwachen die Spieler in einer Kerkerzelle – und zwar mitten im Mittelalter. Was ist passiert? Welche unheimlichen Dinge gehen in diesem Verlies vor sich? Und vor allem: Wie kommen sie wieder heraus? In der kooperativen Abenteuergeschichte müssen die Spieler gemeinsam die Geheimnisse des Verlieses lüften um ihm wieder zu entkommen. In drei Kapiteln erkunden sie ge-meinsam Räume, kombinieren Gegenstände und treffen viel-leicht sogar auf Kreaturen, die in den dunklen Gemächern der alten Burg lauern.
Inhalt: Abenteuerbuch, 110 Karten, 18 Raum-Tafeln, 4 Spielfiguren, 2 Zip-Beutel, Spielanleitung, ET: Mai 2019, €/D 14,99, ab 12 Jahren, 1-4 Spieler, Dauer: 3 x 75 Minuten.

Die Monochrome AG

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Adventure Game – Die Monochrome AG

Die Spieler wurden beauftragt, ins Forschungsgebäude der Monochrome AG einzubrechen – und sie erwartet ein Thriller in drei Kapiteln. Hinter den verspiegelten Fenstern des Hochhauses sind sie auf sich alleine gestellt. Was sie dort finden, wel-che Schlüsse sie daraus ziehen und wie die nervenaufreibende Geschichte ausgeht, liegt ganz in ihren Händen. Nur wenn sie es als Team schaffen, sich gut abzusprechen, mögliche Fallen zu umgehen und stets wachsam zu bleiben, werden sie das Geheimnis des Gebäudes lösen und ihren Auftrag erfüllen.
Inhalt: Abenteuerbuch, 110 Karten, 18 Ebenen-Tafeln, 4 Spielfiguren, 2 Zip-Beutel, Spielanleitung, ET: Mai 2019, €/D 14,99, ab 16 Jahren, 1-4 Spieler, Dauer: 3 x 75 Minuten.

Puzzeln und rätseln im Duett

Bei den Exit-Puzzles von Ravensburger wird erst gepuzzelt und dann gerätselt. Auf den Wimmelbildern sind sechs Rätsel versteckt, die es zu finden und zu lösen gilt. Das Bild auf dem Karton ist dabei nur eine kleine Hilfe, denn das fertige Puzzle unterscheidet sich von dem Kartonaufdruck. Sonst könnte man ja rätseln ohne zu puzzeln.

exitpuzzleDas Puzzle hat 759 Teile und hat damit eine Größe, die auch ungeübte Puzzler hinkriegen können. Dem Puzzle liegt eine Heftchen bei, in dem die Geschichte zum Puzzle in mehreren Sprachen erzählt wird. Außerdem findet ihr in der Schachtel einen weißen Umschlag mit der finalen Lösung. Diesen solltet ihr erst ganz am Schluss öffnen, wenn ihr alle Rätsel gelöst habt.

Jetzt Puzzle auspacken und loslegen. Produktionsbedingt sind in dem Puzzle einige kleine rechteckige Teile, die nicht benötigt werden. Einfach aussortieren und entsorgen.

Ist das Puzzle fertig, kann gerätselt werden. Es bietet sich an, jetzt die Geschichte nochmal zu lesen. Am besten einfach mal schauen, was ihr auf dem Puzzle so findet. Es sind einige Hinweise auf dem Puzzle versteckt, wie die Rätsel zu lösen sind. Man muss sie nur finden. Wer überhaupt keine Idee hat, kann mit dem Handy den QR-Code im Heftchen scannen. Man kommt dann auf eine Seite, die die versteckten Rätsel zeigt. Wem das nicht reicht, kann sich auch noch den Lösungstext zu den einzelnen Rätseln anzeigen lassen.

Meine Meinung

Wer gerne puzzelt und rätselt wird sich freuen: Beide Leidenschaften wurden in den Exit-Puzzles kombiniert. Hat man die Rätsel allerdings gelöst, wird aus dem Rätzelpuzzle wieder ein ganz normales Puzzle, das man zurück in den Karton packt und irgendwann wieder hervorzieht. Allerdings eines mit einem schönen Motiv.

Ganz praktisch ist das quadratische Format der Puzzles. Auch die Grafik und die Verarbeitung sind typisch Ravensburger exzellent. Insgesamt gibt es derzeit drei Motive: Sternwarte, Tempel und Hexenküche.

Mir hat es jedenfalls Spaß gemacht, das Rätsel der Sternwarte zu lösen. Einen halben Stern ziehe ich für das Aussortieren des produktionsbedingten Schrottes ab. Ansonsten eine prima Weihnachtsgeschenk für die ganze Familie, sofern man gerne puzzelt.

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Bewertung für Exit-Puzzle Sternwarte von Johannes Schiller

Schwierigkeit Puzzlespaß Rätseldauer Puzzlegrafik
mittel sehr hoch ca. 1-2 Std. für 1 sehr schön
Alter Puzzler/Rätsler Puzzledauer Spielpreis
ab 12 Jahre 1 – X ca. 4-5 Std. für 1 ca. 14 Euro

Gesamturteil:

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Schätze bergen aus Atlantis

Im Spiel Atlantica von Christian Fiore und Knut Happel müssen die Spieler verschiedenste Schätze mit ihren Tauchern aus der Tiefe bergen und anschließend per Schiff ins Museum bringen. Unterstützt werden die Spieler von Forschungskarten, die ihnen die Aufgabe erleichtern.

Wer Atlantica auspackt, wird erst einmal enttäuscht sein. Keine große Materialschlacht, nur ein Spielplan und drei Päckchen Karten. Doch das soll nichts heißen. Denn: Atlantica überzeugt mit einem einfachen und doch trickreichen Mechanismus.

 

Auf dem Spielplan befinden sich vier Orte: das Tauchboot (A), der Hafen (B), die Kneipe (C) und die zentrale Forschungsstation (D). Im Tauchboot können die Spieler Schätze heben, in der zentralen Forschungsstation gibt es unterstützende Entwicklungen, in der Taucherkneipe können neue Taucher angeheuert werden und im Hafen gibt es Schiffe mit Versandkisten. Der Spielmechanismus ist für alle Orte gleich: Durch Abgabe von Taucherkarten lassen sich entsprechende Aktionen an den vier Orten vornehmen. Ein Beispiel: Durch Abgabe einer gelben oder grünen Karte darf man im Tauchboot die vorderste Karte nehmen. Gibt man zusätzlich noch eine violette Karte ab, darf man sich zwei Schatzkarten von den Plätzen 1 bis 3 nehmen. Legt man auch noch eine weiße Karte ab, darf man sogar 3 beliebige Karten aus der Tauchboot-Auslage nehmen.

Ein Spieler darf während seines Zuges an jedem Ort immer nur eine Aktion durchführen. Pro Zug darf er allerdings nur drei Karten einsetzen, sodass er auf maximal 3 Aktionen beschränkt ist. Eine farblich fehlende Karte kann jedoch einmal pro Zug durch zwei Karten einer anderen Farbe ersetzt werden. In diesem Fall gibt der Spieler vier Handkarten ab. Auch hierzu ein Beispiel: Ein Spieler legt eine gelbe Karte im Tauchboot ab und nimmt den Schatz auf Position 1. Anschließend spielt er ein weiße und eine grüne Karte und nimmt im Hafen ein Schiff vom mittleren Hafenfeld. Damit ist sein Zug beendet. Er hat 3 Karten gespielt und damit zwei Aktionen ausgeführt.

Erscheint die Wirbelsturm-Karte – sie befindet sich unter den letzten 10 Schatzkarten – wird die Runde noch zu Ende gespielt und abgerechnet. Für jede Schatzkarte benötigt ein Spieler jetzt eine Kiste auf einem Schiff. Hat ein Spieler nicht genügend Kisten, muss er Schatzkarten zurücklassen. Das kann recht ärgerlich sein, wenn dadurch Punkte verloren gehen. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Die Schatzkarten

atlantica_tauchbootUm möglichst viele Punkte zu machen, benötigt man immer ein Set aus 3 oder 4 Schatzkarten. Die Siegpunkte sind auf den Schatzkarten aufgedruckt. Die orangene Schatzkarte bringt folgende Siegpunkte: 0, 6, 12, 20. D.h., erst ab der zweiten orangenen Karte gibt es Siegpunkte. Eine einzelne orangene Karte ist nichts wert.

Die Forschungskarten

atlantica_ForschungFür die Forschungskarten benötigt man keine Kisten auf den Schiffen. Unter ihnen befinden sich Schatzkistenjoker, Siegpunkte für Schiffe, Siegpunkte für Schatzkarten, Siegpunkte für verschiedene Schätze und einfach nur Siegpunkte.

Die Schiffe

atlantica_hafenDie Schiffe sind in drei Gruppen aufgeteilt: A, B und C oder klein, mittel, groß. Auf den kleinen Schiffen befinden sich 1 oder 2 Kisten. Auf den mittleren 2 oder 3 und auf den großen Schiffen 4 oder 5 Kisten.

Die Taucher

atlantica_kneipeTaucher gibt es in der Taucherkneipe. Auf dem ersten Feld erhält man 3 neue Taucher, auf dem zweiten Feld 6 neue Taucher. Diese darf man aber erst in der nächsten Runde nutzen. Gibt man drei Karten in der Kneipe ab, darf man sich 2 fast beliebige Karten vom Spielbrett nehmen. Wer aussetzt erhält fünf neue Karten.

Meine Meinung

Atlantica ist einfach zu spielen, aber nicht einfach zu gewinnen. Der Spielmechanismus ist zwar in zwei Minuten erklärt, man muss sich allerdings gut überlegen, was man auf dem Spielbrett so treibt. Nehmen wir beispielsweise den ersten Zug: Natürlich kann sich ein Spieler sofort drei fette Schätze holen, aber was kommt danach? Jetzt hat man nur noch zwei Karten in der Hand. Drei Aktionen sind im nächsten Zug schon mal ausgeschlossen. Neue Karten für die nächste Runde gibt es in der Taucherkneipe. Habe ich überhaupt passende Karten? Wenn nicht, muss der Spieler passen und fünf neue Karten ziehen und verliert schon in der zweiten Runde an Boden. Ein besserer Plan: Nur einen Schatz holen, ein Schiff und 3 neue Karten in der Taucherkneipe. Jetzt hat man wieder fünf Karten für die zweite Runde zur Auswahl. Es hat sich gezeigt, dass sich der regelmäßige Nachschub von Karten auszahlt. Man kann sich auch überlegen, lediglich zwei Aktionen auszuführen und sich beispielsweise eine Forschungskarte und sechs frische Karten holen. Nur wenn gar nichts mehr geht, weil man zum Beispiel dringend ein fettes Schiff brauchte, lohnt sich das passen.

Wir haben das Spiel an unserem Herbst-Spielewochenende ausgiebig getestet. Es gab keinen der insgesamt 12 Spieler und Spielerinnen, die das Spiel schlecht fanden. Ganz im Gegenteil: Die meisten Spieler waren sofort bereit, bei einer späteren Partie nochmal mitzuspielen. Ein Punkt, der klar für Atlantica spricht. Atlantica überzeugt auch ohne eine Kiste voll Spielmaterial und ist für meinen Geschmack das beste Spiel des Verlages in den letzten Jahren.

Vielen Dank an Piatnik für ein Rezensionsexemplar.

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Spielbewertung für Atlantica von Christian Fiore und Knut Happel

Schwierigkeit Spielspaß Spielreiz Spielgrafik
leicht – mittel sehr hoch sehr hoch sehr gefällig
Alter Spieler Spieldauer Spielpreis
ab 8 Jahre 2 – 5 ca. 30 min ca. 24 Euro

Gesamturteil:

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Tiere ansiedeln im Outback

Bei Outback von Michael Kiesling werden die Spieler zu Rangern, deren Ziel es ist, die Tiere möglichst gruppenweise auf dem Spieltableau anzusiedeln. Der einfache und zugleich knifflige Abrechnungsmechanismus sorgt für Spielspannung.

Outback ist ein Würfelspiel von Michael Kiesling und bei Huch erschienen

Outback ist ein Würfelspiel. Im Grundspiel würfelt ein Spieler bis zu dreimal mit den Würfeln. Es gelten die üblichen Regeln: Tiere rauslegen, wieder mitwürfeln etc. Hat ein Spieler gewürfelt, darf er für die Würfel Tiere aus dem Jeep nehmen. Dort liegen immer 5 Tiere. Auf dem Spieltableau gibt es Reihen mit den Ziffern 2 bis 6. Um in Reihe 3 ein Tier einsetzen zu können, muss der Spieler dieses Tier mindestens 3 x gewürfelt haben. Für Reihe 4 dann eben 4 x. Nach dem Platzieren wertet der Spieler die soeben gesetzten Plättchen. Ein einzelnes Tier bringt immer einen Schritt auf der Wertungsleiste nach oben. Legt man sein Plättchen an bereits ausliegende Tiere der gleichen Sorte an, zählt jedes verbundene Tier ebenfalls einen Schritt.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Auf der Wertungsleiste gibt es für die 5 Tiersorten jeweils einen Marker. Die Spieler beginnen mit 3 Minuspunkten für jede Tierart. Die Wertungsleiste selbst ist zweigeteilt. Der linke Teil der Wertungsleiste geht von 1 bis 9 Punkte. Ein zusätzlicher Schritt bringt einen Wertungsmarker auf die obere Leiste, die wieder bei 1 beginnt und bis 15 geht. Am Ende des Spiels werden die 3 schlechtesten Tiere auf der linken Wertungsleiste gezählt sowie alle Tiere auf der oberen Leiste. So kann es sein, dass am Spielende unter Umständen nicht alle Tiere gewertet werden.

Wer drei Tiere einer Art platziert hat, bekommt Bonuspunkte

Ein Beispiel: Ein Spieler hat auf der linken Wertungsleiste 4 Tiermarker auf den Positionen 9, 6, 3, -3 liegen. Auf der oberen Leiste liegt ein Marker bei 12. Die 9 Siegpunkte auf der linken Seite verfallen, da es 3 schlechtere Marker gibt. Insgesamt erzielt der Spieler also 12+6+3-3=18 Punkte.

Gegen Ende des Spiels kann es passieren, dass einen das Würfelglück verlässt und man patzt. D.h., man kann kein Tier vom Jeep auf sein Tableau legen. Ein Beispiel: Es sind nur noch in Reihe 5 zwei Felder frei, man hat aber nur vier gleiche Tiere gewürfelt. In diesem Fall muss sich der Spiele ein beliebiges Plättchen vom Jeep nehmen und mit der Rückseite nach oben in eines der beiden 5er-Felder legen. Am Ende gibt es für so ein Feld 2 Minuspunkte.

Meine Meinung

Outback ist ein einfaches Würfelspiel, das es dennoch in sich hat. Man sollte sich ein bisschen überlegen, wo man seine Tiere platziert, wie viele Tiere einer Sorte man platzieren will und wo man anfängt. Es macht keinen Sinn, die 15 Felder möglichst schnell von unten zu füllen – außer man zinkt die Würfel. Man sollte mindestens von jeder Tierart ein Tier in der Auslage haben, um die -3 zu verhindern. Besonders interessant ist es, von jeder Tiersorte genau 3 Tiere zu haben (15 Felder auf dem Tableau bei 5 Tierarten). Wer 3 Tiere einer Art besitzt, erhält Bonusschritte. Für die erste Tierart ist das ein zusätzlicher Schritt, für die zweite 2, die dritte 3 etc. Grenzen die Tiere einer Tierart alle aneinander, ergibt das pro Tierart einen Grundbeitrag von 6 Punkten. Plus Boni ergeben sich die Werte 7, 8, 9, 1 und 2. Zusammen also 27 Siegpunkte. Ein Kombination der Tiere wie 4, 3, 3, 3, 2 liefert 10+1, 6+2,6+3, 6+4 und 3 Schritte, also 2, 8, 9, 1 und 3 Siegpunkte. Insgesamt also nur 23 Siegpunkte. Eine extreme Verteilung wie 6, 6, 1, 1, 1 dagegen liefert 21+1, 21+2, 1, 1, 1 Schritte. In Punkte umgerechnet ergibt sich ein Wert von 12, 13, 1, 1, 1 gleich 28 Punkte. Zwischen der Gleichverteilung und der Extremverteilung sollte man sich vor dem Spiel entscheiden. Dummerweise ist Outback ein Würfelspiel, was eine gewisse Unschärfe in das ganze Spiel bringt. Sonst wäre es ja auch langweilig.

Damit es etwas abwechslungsreicher wird, gibt es auf dem Tableau noch eine B-Seite mit 7 Reihen (21 Felder), 7 Würfeln und anderen Bonuskärtchen. Das macht die Sache viel spannender.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Insgesamt gelingt Michael Kiesling bei Outback der Spagat zwischen Würfelspiel und einer taktischen Komponente recht gut. Daher rührt auch der hohe Spaßfaktor des Spiels. Einfach und doch mit einem gewissen Anspruch – das passt einfach gut zusammen. Auch wenn am Ende doch meistens das Würfelglück entscheidet.

Vielen Dank an Huch für ein Rezensionsexemplar.

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Spielbewertung für Outback von Michael Kiesling

Schwierigkeit Spielspaß Spielreiz Spielgrafik
leicht-mittel hoch hoch sehr kindgerecht
Alter Spieler Spieldauer Spielpreis
ab 8 Jahre 2 – 4 30-45 min ca. 30 Euro

Gesamturteil: