Märchenhaftes Merkduell

Das Rotkäppchen-Duell ist ein märchenhaftes Memoryspiel, bei dem es in erster Linie darum geht, sich im Märchenwald nicht zu verlaufen und den Überblick zu behalten. Schnell sieht das Rotkäppchen vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr.

Beim Rotkäppchen-Duell kann man leicht den Überblick verlieren

Beim Rotkäppchen-Duell kann man leicht den Überblick verlieren

Es war einmal ein kleines süßes Mädchen, das hatte jedermann lieb, der sie nur ansah, am allerliebsten aber ihre Großmutter, die wusste gar nicht, was sie alles dem Kinde geben sollte. Einmal schenkte sie ihm ein Käppchen von rotem Samt, und weil ihm das so wohl stand, und es nichts anders mehr tragen wollte, hieß es nur das Rotkäppchen… So beginnt das Werk der Gebrüder Grimm. Das Rotkäppchen-Duell stellt diese klassische Märchengeschichte etwas anders dar. Mit neuesten Abhörmethoden ist es gelungen, ein Geheimgespräch zwischen den beiden Protagonisten des Märchens aufzunehmen. Hier ein Auszug:

Rotkäppchen: Großmutter, Großmutter, warum sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr?

Großmutter: Weil der Märchenwald deine Geschichte verdreht erzählt, mein liebes Kind. Bring mir die drei herzhaft gefüllten Picknickkörbe mit leckeren Köstlichkeiten. Sie sind gut hinter den Bäumen versteckt und warten darauf von dir gefunden zu werden!

Rotkäppchen: Aber Großmutter, im Wald lauern doch bestimmt Gefahren?

Großmutter: Und ob. Sei auf der Hut, denn der große, böse Wolf weiß sich auch gut hinter den Bäumen zu verstecken. Seine Augen sind sehr groß, damit er dich im Wald besser finden kann. Sein Maul ist gewaltig, sodass er deine Picknickkörbe schneller verschlingen kann!

Rotkäppchen: Großmutter, was passiert, wenn ich hinter einem Baum suche und dort keinen Picknickkorb finde?

Großmutter: Dann hast du leider Pech gehabt, mein Engelchen. Deine Suche endet sofort und das Rotkäppchen von der anderen Seite des Waldes darf einen Versuch wagen. Es sei denn, du triffst auf einen freundlichen Herren mit einer Flinte, der dir beim Suchen hilft.

Rotkäppchen: Großmutter, ich habe etwas seltsames im Wald beobachtet. Es gibt dort Bäume, hinter denen ist gar nichts versteckt.

Großmutter: Das sind die gefährlichsten. Hüte dich vor ihnen und merke dir gut, wo diese Bäume stehen. Nur so kannst du im Wald den Überblick behalten.

Das Rotkäppchen-Duell ist eine Merkspiel für 2 Spieler

Das Rotkäppchen-Duell ist eine Merkspiel für 2 Spieler

Soweit der märchenhafte Mitschnitt des Gespräches zwischen Großmutter und Rotkäppchen.

Meine Meinung

Das Rotkäppchen-Duell ist ein lustiges Such- und Merkspiel für zwei Spieler – bevorzugt Großmutter und Enkel ab 5 Jahre. Beide Spieler stellen ihre Bäume in der Tischmitte auf und versuchen die gegnerischen Picknickkörbe zu finden, ohne den Wolf zu erwischen. Das führt nämlich zum sofortigen Verlust eines eigenen Picknickkorbes. Die leeren Bäume sorgen dabei für viel Verwirrung. Vor allem, wenn man sich nicht merkt, wo diese stehen. Das Spiel macht auch Erwachsenen Spaß, wobei die Prognose zum Gewinner dieses Spiel in aller Regel zugunsten der Enkel ausfällt.

Vielen Dank an Gamefactory für ein Rezensionsexemplar.

Das Rotkäppchen-Duell bei Amazon erwerben

Spielbewertung für Das Rotkäppchen-Duell von Christoph Reiser und Arno Steinwender

Schwierigkeit Spielspaß Spielreiz Spielgrafik
leicht hoch hoch liebevoll gemacht
Alter Spieler Spieldauer Spielpreis
ab 5 Jahre 2 10 min 15 Euro

Gesamturteil:

sterne_4_klein

 

 

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Fabelhafter Fabelsaft

Die Überschrift verrät viel über das Spiel und seinen Autoren. Ein Spiel ohne F am Anfang den Namens gibt es bei Friedemann Friese nicht. Mit Fabelsaft präsentiert 2F ein einfaches Fabelspiel, in dem sich im Laufe des Spiels die Aktionen immer wieder ändern.

Fabelsaft versetzt die Spieler in einen Wald voller Früchte. Und das Tollste: Aus den Früchten lassen sich schmackhafte Säfte pressen und mischen. Wer drei Säfte (bei 4 oder 5 Spielern) gepresst hat, hat das Spiel gewonnen.

Beim Aufbau des Spiels ist etwas Sorgfalt nötig: Der große Kartenstapel mit den Ortskarten darf nicht gemischt werden. Allzu vorschnelle Spieleaufbauer sollte man daher unbedingt zurückhalten. Sonst muss man halt erst einmal wieder sortieren. Vom sortierten Ortskartenstapel werden die obersten 24 Karten genommen und in der Tischmitte verteilt. Es entstehen 6 Stapel zu je vier Karten. Die Kartenanzahl wird sich im Laufe des Spiels nicht ändern, wohl aber die Anzahl der verschiedenen Orte.

Ist ein Spieler am Zug, betritt er zunächst einen Ort seiner Wahl. Ist dort bereits ein anderer Spieler, muss man eine Früchtekarte an diesen abgeben. Jeder Ort besitzt eine Aktion, die der Spieler durchführen kann. Die Aktionen sind völlig unterschiedlich, bringen meistens aber irgendwie Früchtekarten. Alternativ darf ein Spieler den Ort mit der richtigen Früchtekombination kaufen und so einen Fabelsaft pressen. Tut er dies, wird vom Ortskartenstapel eine neue Karte nachgezogen, sodass immer 24 Karten auf dem Tisch liegen.

Ist eine Partie zu Ende, werden die Ortskarten, die als Fabelsaft gekauft wurden, beiseitegelegt. Wenn man möchte, kann man mit den auf dem Tisch liegenden Ortskarten gleich weiterspielen. Insgesamt gibt es 240 Karten mit 59 verschiedenen Orten. Pro Spiel muss man etwa 20 bis 30 Minuten einplanen. Wer keine Lust mehr hat, kann sich den Spielstand einfach aufschreiben und an einem anderen Tag weiterspielen.

Meine Meinung:

Der Fabelsaft-Mechanismus ist total einfach und lädt zum mehrfachen Spielen des Spiels ein. Durch die sich verändernden Orte, ist jede Partie anders. Manchmal geht eine Partie recht flott, manchmal dauert es ein bisschen länger. Je nachdem, welche Orte gerade ausliegen. Trotz der vielen verschiedenen Ortskarten bleibt das Spiel aber übersichtlich, da die Ortskarten eine nach der anderen ins Spiel kommen.

Wer mehrere Partien hintereinander spielt, sollte vorher eine Siegpunktzahl festlegen. Wir haben auf 5 Siegpunkte bei fünf Spielern gespielt. Für Platz 1 gibt es 2 Punkte, Platz 2-4 je einen, der Letzte bekommt keinen Punkt. Auf diese Weise erhält man nach 3 bis 4 Partien einen Gesamtsieger. Wer länger Spielen möchte, kann einfach die Siegpunktzahl erhöhen.

Und wem die Ortsreihenfolge nicht passt, der kann die Orte natürlich auch beliebig in Dominionmanier zusammenstellen. Manchmal wird das interessante Kombinationen ergeben, manchmal nicht.

Summa summarum lässt sich Fabelsaft super spielen, auch schon mit Kindern ab 8 Jahren. Die Gestaltung der Ortskarten ist sehr schön gelungen und spricht nicht nur Kinder an. Mich hat das Spiel restlos überzeugt.

Vielen Dank an 2F für ein Rezensionsexemplar von Fabelsaft.

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Spielbewertung für Fabelsaft von Friedemann Friese

Schwierigkeit Spielspaß Spielreiz Spielgrafik
leicht nicht nur bei Kindern sehr hoch sehr hoch sehr schöne Gestaltung
Alter Spieler Spieldauer Spielpreis
ab 8 Jahre 2 – 4 20-30 min 28 Euro

Gesamturteil:

sterne_5_klein

Vorsicht Verletzungsgefahr!

Schnapp den Sack von Wolfgang Kramer ist ideal geeignet, um sich die Fingernägel abzubrechen oder um den anderen Mitspielern diverse Fingerglieder zu brechen. Denn: Liegt eine korrekte Anzahl von Säcken in der Tischmitte aus, gilt es so schnell wie möglich den in der Mitte stehenden Sack zu schnappen.

Schnapp den Sack enthält 60 Sack-Karten – 14 von jeder Sorte (Dudelsäcke, freche Säcke, Tränensäcke, Wandersäcke) sowie vier Joker. Der Sack wird in die Tischmitte gestellt. Außerdem wird noch ein Zahlenplättchen dazugelegt. Es gibt an, wie viele Säcke auf den Karten in einer Reihe liegen müssen, damit man sich den Sack schnappen darf. Um den Sack wird von jeder Sacksorte eine Karte gelegt. Die restlichen Karten werden gleichmäßig an die Spieler verteilt. Der aktive Spieler zieht verdeckt eine Karte von seinem Stapel und legt diese offen auf den Tisch. Alle Spieler prüfen nun gleichzeitig, ob sich in der entsprechenden Reihe der Zielwert erfüllen lässt.

Ein Beispiel: Auf dem Tisch liegt eine Karte mit vier Dudelsäcken. Der Zielwert ist 6. Der aktive Spieler deckt eine Karte mit 2 Dudelsäcken auf. Damit ist der Zielwert exakt erfüllt – schnapp!

Ist der Zielwert nicht erfüllt und niemand hat nach dem Sack geschnappt, gibt es zwei Varianten:
1. Die Gesamtsumme der ausliegenden Karten liegt unter dem Zielwert. In diesem Fall wird die Karte an die bereits ausliegenden Karten angelegt.
2. Die Gesamtsumme  der ausliegenden Karten liegt über dem Zielwert: Jetzt wird die Karte auf die Karte mit den meisten abgebildeten Säcken gelegt.

Wer den Sack geschnappt hat, muss zeigen, wie er den Zielwert erfüllt. Ist alles richtig, erhält der Spieler die ausliegenden Karten dieser Sacksorte. Jede Karte ist dabei einen Siegpunkt wert. Das Spiel endet, wenn alle Spieler ihren persönlichen Nachziehstapel aufgebraucht haben.

 

Meine Meinung:

Schnapp den Sack ist ein witziges kleines Spiel, an dem vor allem Kinder einen höllischen Spaß haben. Das Spiel ist sehr einfach und damit schnell gelernt. Besonders wichtig ist bei diesem Spiel eine schnelle Auffassungsgabe.  Wer hier etwas langsam ist, guckt ziemlich in die Röhre.

Um etwas Abwechslung zu schaffen, liegen dem Spiel verschiedene Zielplättchen bei. Mit ihnen lassen sich mehrere  Varianten realisieren und der Schwierigkeitsgrad kann etwas erhöht werden. Wer Spiele wie Ligretto liebt, kommt auch hier gut zurecht. Taktiker sind bei Schnapp den Sack fehl am Platze.

Vielen Dank an Amigo für ein Rezensionsexemplar von Schnapp den Sack.

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Spielbewertung für Schnapp den Sack von Wolfgang Kramer

Schwierigkeit Spielspaß Spielreiz Spielgrafik
leicht hoch mittel – hoch passt zum Spiel
Alter Spieler Spieldauer Spielpreis
ab 8 Jahre 2 – 5 15 min 8 Euro

Gesamturteil:

sterne_4_klein

Kleine Brötchen schmecken auch gut

Auf der letzten Spiel hat 2F-Spiele ein richtig fettes Brötchen gebacken und verblüffte die Gamer mit dem Spiel 504. Der Name war dabei Programm: 504 Spiele in einer Schachtel. Dieses Jahr sind die Brötchen etwas kleiner, zumindest was die Anzahl der Spiele pro Schachtel angeht. Friedemann Friese und Henning Kröpke präsentieren diesmal drei Neuheiten und ein Schmankerl zur Spiel 2016.

In Fabelsaft machen die Spieler als Tiere Jagd nach schmackhaften Tränken

In Fabelsaft machen die Spieler als Tiere Jagd nach schmackhaften Tränken

Fabelsaft – Es war einmal ein wunderschöner Wald voller herrlicher Früchte. Diese Früchte ließen sich zu den leckersten Säften pressen und mischen. Die Spieler schlüpfen Fabelsaft in die Rolle von Tieren in diesem Wald und begeben sich auf der Suche nach den schmackhaftesten Fabelsäften. Hilfsbereite Waldbewohner helfen dabei. Sie geben euch Früchte, tauschen diese mit euch oder helfen euch auf anderem Wege. Ihr seid gierig und durstig. Wer stillt sein Verlangen nach den Fabelsäften als Erster?

Fabelsaft ist ein Fabel-Spiel, in dem sich die Spielaktionen im Laufe der Zeit ändern. Ihr beginnt die erste Partie mit sehr einfachen Aktionen. Schritt für Schritt lernt ihr immer neue Aktionen kennen und erlebt dabei, wie sich das Spiel laufend verändert. Diese Änderungen sind aber nicht dauerhaft. Das Spiel eignet sich für 2 bis 5 Spieler ab 8 Jahren und kostet 28 Euro. Die Spieldauer beträgt etwa 15 Minuten.

Futschikato dauert etwa 15 Minuten und kostet 8 Euro

Futschikato kostet 8 Euro

Futschikato – In Futschikato versuchst du als Erster alle deine Karten loszuwerden. Verbünde dich mit einigen Mitspielern und schlagt die Karten der anderen. Oder spiele selber die höchste Karte, um alle Mitspieler mit einem „Futschikato“ zu ärgern.
Als Nachfolger des erfolgreichen Fünf Gurken bietet Futschikato mit einfachsten Spielregeln maximalen Spielspaß für 3 bis 8 Spieler am 7 Jahren. Das Spiel dauert etwa 15 Minuten und kostet 8 Euro.

Funkenschlag: Das Kartenspiel  – Nach dem erfolgreichen Brettspiel jetzt also das Kartenspiel. Als Firmenchefs mächtiger Energiekonzerne produziert ihr Strom. Während des Spiels bietet ihr um Kraftwerke und versorgt sie mit Rohstoffen. Euer Einkommen ist von der Strommenge abhängig, die ihr in jeder Runde produziert. Am Ende des Spiels gewinnt derjenige mit der größten Stromproduktion.

Funkenschlag gibt es jetzt auch als Kartenspiel

Funkenschlag gibt es jetzt auch als Kartenspiel

Das Kartenspiel bietet euch all die Spannung und Taktiken der großen Brüder Funkenschlag und Funkenschlag deluxe, ohne dass ihr die verschiedenen Spielpläne benötigt. Ihr erfahrt die gesamten Funkenschlag-Emotionen in intensiven 60 Minuten Spielzeit! Für 2 Spieler beinhaltet das Spiel die aus Funkenschlag deluxe bekannten Spielregeln für den „Großen Konzern“. Im Wettstreit um den Sieg müssen dessen Machenschaften mit in die Planungen einbezogen werden, um den Sieg gegen den Mitspieler zu erringen.
Das Spiel beinhaltet auch die Variante „Der Abrissunternehmer“, die mit Funkenschlag: Das Kartenspiel sowie den Brettspielen Funkenschlag deluxe und Funkenschlag mitsamt allen Erweiterungen spielbar ist!
Das Spiel eignet sich für 2 bis 6 Spieler ab 12 Jahren und kostet 18 Euro.

Funkenschlag: Gleichstrompassage HGÜ Korridor C  – In Deutschland wird in den nächsten Jahren eine neue Stromtrasse von Nord- nach Süddeutschland geplant, um den in der Nordsee mit Windkraft produzierten Strom in die Bedarfsgebiete in Süddeutschland zu transportieren.

Schmankerl für Spiel-Besucher: die Minierweiterung gibt es für einen Euro am 2F-Stand

Schmankerl für Spiel-Besucher: die Minierweiterung gibt es für einen Euro am 2F-Stand

In dieser Mini-Erweiterung baut ihr nun diese Stromtrasse, sodass eure Stromkonzerne im Laufe des Spiels Stück für Stück keine Verbindungskosten mehr zwischen Cuxhaven und Stuttgart zahlen müssen. Leider wird der Bau der Stromtrasse durch Steuergelder finanziert, sodass ihr nun für die Stromversorgung der Städte Steuern zahlen müsst.

Die Mini-Erweiterung Gleichstrompassage HGÜ Korridor C kann nur mit einem Exemplar von Funkenschlag auf dem Spielplan »Deutschland« gespielt werden und ist dieses Jahr exklusiv am Messestand von 2F-Spiele in Essen (Halle 3-M106/M108) für eine Spende von mindestens 1 Euro für einen guten Zweck erhältlich. Die Erweiterung war letztes Jahr bereits im Adventskalender 2015 von Frosted Games erschienen.

Neuseeländisches Angry Bird

Ob als Absacker, für Zwischendurch oder einfach nur Just for Fun: Flying Kiwis von Huch verbreitet von der ersten Sekunde an Spielspaß bei Groß und Klein.

Während es sich bei den Nationalsymbolen vieler Länder um majestätische Löwen und elegante Adler handelt, bevorzugen es da die Neuseeländer etwas ausgefallener. Ihr Nationalvogel ist der Schnepfenstrauß – der Kiwi. Er segelt nicht durch die Lüfte, sondern rennt etwas tollpatschig im Dickicht herum. Kein Wunder, ist er doch flugunfähig. Bis jetzt! Ab sofort kann der schräge Vogel nämlich fliegen – und zwar nicht zu knapp. Gut, er benötigt eine Startrampe, aber immerhin.

Beim Spiel Flying Kiwis gilt es, seine Kiwis – diese sind auf runden Scheiben abgedruckt – von der Abschußrampe in hohem Bogen in die Schachtel zu befördern. Dort gibt es ein 4 x 4-Raster. Schafft es ein Spieler, mit seinen Kiwis ein Quadrat aus vier Feldern zu bilden, hat er gewonnen. Klingt eigentlich recht einfach, wären da nicht die anderen Spieler mit ihren Kiwis. Denn: Alle vier Kiwis müssen oben liegen. Es reicht nicht, dass man seine vier Kiwis in den entsprechenden Feldern hat.

Flying Kiwis kommt bei allen Spielern gut an. Es ist ein richtiger Muntermacher. Das Schöne: Hier kommen alle Altersklassen auf ihren Spaß. Hat das Spiel erst einmal begonnen, fliegen die Kiwis kreuz und quer durch die gute Stube. Alles in allem ist Flying Kiwis eine lohnende Investition, denn es hat einen gewissen Kultfaktor. Ein tolles Kinderspiel, dass auch auf jeder Erwachsenenparty für Schwung sorgt.

Flying Kiwis bei Amazon bestellen

Spielbewertung für Flying Kiwis von Marco Teubner und Frank Bebenroth

Schwierigkeit Spielspaß Spielreiz Spielgrafik
sehr leicht sehr hoch hoch einfach toll
Alter Spieler Spieldauer Spielpreis
ab 5 Jahre 2 – 4 10 min 15 Euro

Gesamturteil:

sterne_5_klein

Voll Bock auf den Gipfelsturm

Gipfelstürmer ist ein lustiges Würfelspiel in Kniffelmanier. Auf dem Spielplan versuchen die Spieler mit ihren Steinböcken den Gipfel zu erreichen. Im Weg stehen dabei ein paar Hindernisse, die mithilfe von fünf Würfeln überwunden werden müssen. Wer ganz nach oben will, benötigt einen Kniffel. Oder lässt sich schieben.

Bei Gipfelstürmer würfelt man nach dem Kniffelprinzip, um seine Steinböcke Richtung Bergspitze zu bewegen

Bei Gipfelstürmer würfelt man nach dem Kniffelprinzip, um seine Steinböcke Richtung Bergspitze zu bewegen

Auf dem Weg zum Gipfel gibt es verschiedene Pfade, denen die Steinböcke folgen können. Die Wege sind quasi vom Kniffelblock gesperrt. Jeder Weg verlangt nach einer anderen Kombination. Da gibt es Dreierpasch und kleine Straße, Full House und große Straße. Und natürlich den Kniffel. Hat man einen passenden Wurf gelandet, darf man auf das nächste Feld vorrücken. Jeder Spieler besitzt fünf Steinböcke, die er gen Gipfel stürmen lassen kann. Auf dem Weg gibt es kleine und große Felder. Auf den kleinen Feldern darf immer nur ein Steinbock stehen. Ist das Feld von einem eigenen Steinbock belegt, schiebt man diesen ein Feld weiter nach oben. Ist auf dem kleinen Feld ein fremder Steinbock, fällt dieser in den Bergbach und muss weiter unten wieder den Weg zum Gipfel aufnehmen. Auf den großen Feldern dürfen mehrere Steinböcke stehen. Hat man zwei eigene Steinböcke auf einem großen Feld und kommt ein dritter von unten hinzu, wird auch hier ein Steinbock nach oben geschoben.

Sind alle Steinböcke unterwegs und man würfelt kein Ergebnis, mit dem man aufsteigen kann, muss ein Steinbock zurück auf das Startfeld. Ein Kniffel gilt übrigens immer als Joker. Gewonnen hat schließlich, wer zwei Steinböcke auf den Gipfel gebracht hat.

Gipfelstürmer von Friedemann Friese ist kindgerecht gestaltet und macht auch Erwachsenen Spaß

Gipfelstürmer von Friedemann Friese ist kindgerecht gestaltet und macht auch Erwachsenen Spaß

Fazit: Gipfelstürmer ist ein witziges Würfelspiel, bei dem man einem gegnerischen Steinbock durchaus mal in die Parade fahren und ihn ärgern kann. Das Amigo-Spiel von Friedemann Friese (müsste daher eigentlich Fipfelstürmer heißen, weil alle Spiele von ihm mit einem F beginnen) hat Christian Fiore liebevoll und kindgerecht gestaltet. Alles in allem ein prima Kinderspiel für Würfler ab 8 Jahren oder pfiffige Jungwürfler, die mal richtig mit Oma und Opa zocken wollen. Es gibt an diesem Spiel nichts zu meckern, daher besonders empfehlenswert!

Vielen Dank an Amigo für das Rezensionsexemplar.

Direkt zu Gipfelstürmer bei Amazon

Spielbewertung für Gipfelstürmer von Friedemann Friese

Schwierigkeit Spielspaß Spielreiz Spielgrafik
sehr einfach echt hoch sehr hoch witzig gemacht
Alter Spieler Spieldauer Spielpreis
ab 8 (ev. 7) Jahre 2 – 4 30 min ca.  17 Euro

Gesamturteil:

sterne_5_klein

Das Kinderspiel des Jahres 2015 heißt Spinderella

Spinderella von Zoch ist zum Kinderspiel des Jahres 2015 gekürt. Dies gaben die Juroren der Jury Spiel des Jahres in Hamburg bekannt. Dieser begehrte Kritikerpreis für Kinderspiele wurde jetzt zum 15. Mal vergeben. Er ging nicht zum ersten Mal an den Münchner Verlag Zoch.

Spinderella von Zoch ist das Kinderspiel des Jahres 2015

Spinderella von Zoch ist das Kinderspiel des Jahres 2015

In diesem dreidimensionalen Spiel für Kinder ab sechs Jahren seilen zwei Spinnen ihre kleine Schwester Spinderella ab. Mithilfe eines Seilzuges und ihrer magnetischen Anziehungskräfte hilft Spinderella mit ihren zwei Geschwistern den Kindern beim Fangen der gegnerischen Ameisen. „Die lauernde Spinne direkt über dem Ameisentreck sorgt für ein permanentes Kribbeln“, argumentiert die Jury. „ Ärgere ich mit ihr die Mitspieler? Oder bringe ich meine Ameisen ins sichere Ziel?“

Der französische Autor Roberto Fraga ist kein Unbekannter in der Spieleszene. Erstmalig ist aber ein Spiel von ihm bei Zoch gelandet. „Wir freuen uns, diesen kreativen Autoren bei uns zu haben. Es war eine wunderbare Zusammenarbeit“, sagt Verleger Albrecht Werstein. Zwar antwortet Fraga auf die Frage, ob er Spinnen möge, mit einem klaren „Nein“, die Aktivität der Spinnen aber faszinierte ihn. „Beim Lesen eines Buches seilte sich über mir eine Spinne ab“, erzählt Fraga. „Da wusste ich, dass ich diese natürliche Bewegung in einem Spiel einbinden möchte. Das war bereits vor fünf oder sechs Jahren.“
Die kleine Spinderella zieht alle Spieler in ihren Bann: Spinderella ermöglicht in diesem dreidimensionalen Aufbau ein spannendes Spiel mit den Ameisen auf dem Boden. Tagein, tagaus wuseln sie über den Waldboden und versuchen dem Netz der Spinnen zu entkommen. Während jedes Kind seine eigenen drei Krabbler schnell ins Ziel bringen möchte, fangen sie gleichzeitig mit der über dem Waldboden lauernden Spinderella die Ameisen der Mitspieler ein. Schützen können sich die kleinen Marathonläufer nur unter einem Rindenstück. Auch taktisches Geschick ist gefordert: Bei jedem Spielzug wird neu entschieden, ob Spinnen oder Ameisen und vielleicht auch das Rindenstück bewegt werden.
Die originelle Spielidee fordert Kinder ab sechs Jahren zum taktischen Mitdenken heraus – und etwas Würfelglück gehört natürlich auch dazu. Der zweigeschossige Spielaufbau von Spinderella ist außergewöhnlich und besticht durch eine wunderbare Farbgebung von der Illustratorin Doris Matthäus.
Spinderella“ – ein dreidimensionales Kinderspiel
Autor: Roberto Fraga
Illustration: Doris Matthäus
Für 2 bis 4 Spieler ab 6 Jahren.
Spieldauer: ca. 20 Minuten
Preis zirka 30 Euro, seit März 2015 im Handel

Nominierte zum Spiel des Jahres 2015 stehen fest

Die Geschäftsstelle „Spiel des Jahres“ hat die Liste mit den nominierten Spielen für das „Spiel des Jahres 2015“ veröffentlicht.

Nominiert für die Wahl zum „Spiel des Jahres 2015“:

COLT EXPRESS von Christophe Raimbault (Verlag: Ludonaute, Vertrieb: Asmodee)
MACHI KORO von Masao Suganuma (Verlag: Kosmos)
THE GAME von Steffen Benndorf (Verlag: Nürnberger-Spielkarten-Verlag)
Außerdem veröffentlichte die Jury eine Empfehlungsliste mit 6 weiteren Titeln (Simsala… Bumm?, Vollmondnacht, Loony Quest, Patchwork, Cacao, Ugo!)

Nominiert für die Wahl zum „Kinderspiel des Jahres 2015“:

PUSH A MONSTER von Wolfgang Dirscherl und Manfred Reindl (Verlag: Queen Games)
SCHATZ-RABATZ von Karin Hetling (Verlag: Noris)
SPINDERELLA von Roberto Fraga (Verlag: Zoch)
Außerdem veröffentlichte die Jury eine Empfehlungsliste mit 7 weiteren Titeln (Schau mal! Was ist anders?, Honigbienchen, Fröschlein aufgepasst!, Der verdrehte Sprachzoo, Joe’s Zoo, Chef Alfredo, Fliegenschmaus).

Nominiert für die Wahl zum „Kennerspiel des Jahres 2015“:

BROOM SERVICE von Andreas Pelikan und Alexander Pfister (Verlag: alea)
ELYSIUM von Brett J. Gilbert und Matthew Dunstan (Verlag: Space Cowboys, Vertrieb: Asmodee)
ORLÉANS von Reiner Stockhausen (Verlag: dlp games)
Außerdem veröffentlichte die Jury eine Empfehlungsliste mit 3 weiteren Titeln (Auf den Spuren von Marco Polo, Deus, Arler Erde).

Was für ein Schlamassel mit den Asseln – Koordination ist gefragt

Eigentlich ist alles ganz einfach: Klopfen, klatschen, raten, fertig. Und trotzdem fordert das Spiel von erwachsenen Menschen alle Konzentration. War es jetzt zweimal Klatschen und dreimal Klopfen? Oder umgekehrt? Es ist zum verrückt werden. Und selbst derjenige, der klopft und klatscht, verliert schnell mal die Übersicht. Es ist halt ein Schlamassel mit den Asseln.

Assel Schlamassel heißt die Spielekreation von Martin Kollenborn und Jochen Scherer, erschienen bei Drei Magier Spiele. Worum geht es? Die Spieler schlüpfen in die Rolle eines Ekeltier-Dompteurs. Insgesamt gibt es fünf Ekeltierarten, von denen vier vor dem Spiel in einer beliebigen Reihenfolge ausgelegt werden. Dabei erhält eine Tierart sozusagen eine Platzziffer. Ein Spieler, der an der Reihe ist, zieht eine Karte mit sagen wir 5 Schnecken drauf. Die Schnecken haben die Platzziffer 3. Der Spieler muss jetzt durch klopfen mit der flachen Hand auf den Tisch die Platzziffer und durch klatschen in die Hände die Anzahl der Tiere durchgeben. Die Mitspieler ihrerseits versuchen zu erraten, um welche Karte es sich handelt. Was sich einfach anhört, ist aber durchaus kompliziert. Denn: Der Spieler muss nicht den Standardcode verwenden, er kann stattdessen sein Klopfen und Klatschen beliebig kombinieren. In unserem Beispiel würde ein Spieler dreimal mit der flachen Hand auf den Tisch klopfen und fünfmal in die Hände klatschen müssen. Möglich Kombinationen wären also 3/5 oder 1/2/2/3 oder etwas ganz anderes. Da es für den Spieler günstig ist, wenn kein anderer Spieler seine Karte errät, ist die verwirrendste Kombination natürlich die beste. Aber Vorsicht: Wer sich verklopft oder verklatscht muss zur Strafe eine Karte unter den Ekeltiernachzugstapel schieben. Das gleiche gilt auch für die Mitspieler, die falsch raten. Also Vorsicht mit dem Schnellschuss. War jeder Spieler einmal dran, werden die Platzkarten neu verteilt und es beginnt die nächste Runde.

Assel Schlamassel ist ein Spiel für 3 bis 6 Ekeltierdompteure ab 8 Jahre

Um bei Assel Schlamassel nicht mit der Reihenfolge durcheinander zu kommen, sollte man den Karton als Startmarkierung benutzen

Das Spiel endet, wenn der Ekeltiernachzugstapel leer ist. Wer die meisten Karten gesammelt hat, gewinnt das Spiel.

Fazit: Assel Schlamassel ist ein witziges, kurzweiliges Spiel, das selbst für eingefleischte Klopfer und Klatscher seine Tücken hat. Gerade zu Spieleabendende ist es ein richtiger Aufreger, der das Gehirn nochmal echt stresst, weil es sonst mit der Klopf-und-Klatsch-Koordination voll in die Hose geht.

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Spielbewertung für Assel Schlamassel von Martin Kollenborn und Jochen Scherer

Schwierigkeit Spielspaß Spielreiz Spielgrafik
Kinderspiel macht Spaß mittel ganz nett
Alter Spieler Spieldauer Spielpreis
ab 8 Jahre 3 – 6 15 min ab 13 Euro

Gesamturteil:
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Dreimal Alex Randolph – dreimal Fußballweltmeister

Es kann einfach kein Zufall sein: Dreimal wird Deutschland Fußballweltmeister, dreimal wird die gleiche Spielidee von Alex Randolph veröffentlicht. 1974 bei Ravensburger als Känguruh, 1990, wieder bei Ravensburger, als Die heiße Schlacht am kalten Buffet und 2014 im Franjos-Verlag als Mahé. Was schließen wir daraus? Sollte man das Spiel vielleicht alle vier Jahre neu auflegen? Oder hat Deutschland nur eine Chance Fußballweltmeister zu werden, wenn die Spielidee neu aufgelegt wird? Oder ist es etwa doch einfach nur Zufall? Auf jeden Fall ergeben sich einige interessante Fragestellungen.

Mahe von Alex Randolph ist die dritte Veröffentlichung der Spielidee

Mahe von Alex Randolph ist die dritte Veröffentlichung der ursprünglichen Spielidee

Wie auch immer: Es ist die Spielidee von Alex Randolph, die überzeugt. Worum geht es bei Mahé? Jeder der 2 bis 7 Spieler besitzt eine Schildkröte als Spielfigur. Diese Figuren laufen um die Insel Mahé herum, um möglichst viele Eier abzulegen. Das geschieht jeweils nach 21 Feldern auf dem Rundkurs. Dazu nehmen die Spieler, deren Schildkröten das Eiablagefeld passieren, die oberste ausliegende Gelege-Karte auf. Darauf sind verschieden viele Eier abgebildet, die bei Spielende als Siegpunkte zählen.

Die Spieler würfeln, um ihre Schildkröte vorwärts zu ziehen. Zunächst würfelt ein Spieler mit einem Würfel. Danach entscheidet er, ob er er noch einen zweiten Würfel werfen will. Anschließend ist noch ein dritter Wurf möglich. Allerdings darf das Gesamtergebnis die Zahl 7 nicht übersteigen, sonst muss die Schildkröte zurück zum Startfeld. Mit jedem Wurf steigt also das Risiko. Dennoch lohnt sich das Zocken bei Erfolg. Denn die Spieler multiplizieren die gewürfelte Augenzahl mit der Zahl der benutzten Würfel, um ihre Schildkröte vorwärts zu ziehen. So kommt die Schildkröte von mutigen Spielern schneller wieder am Eiablagefeld vorbei und verdient sich die dort ausliegende Gelege-Karte.

Die heisse Schlacht am kalten Buffet ist 1990 bei Ravensburger erschienen

Die heisse Schlacht am kalten Buffet ist 1990 bei Ravensburger erschienen

Unterwegs können Schildkröten auf Felder kommen, auf denen bereits eine oder mehrere andere Spielfiguren stehen. Dann springt die auf das Feld ziehende Schildkröte obenauf. Das hat gleich drei Vorteile. Zum einen kann sie sich von den unter ihr befindlichen Spielfiguren mittragen lassen. Zum anderen darf der Spieler bestimmen, ob der Spieler einer unter dieser stehenden Schildkröte einen zweiten oder dritten Würfel einsetzen muss. Zum Dritten bekommt nur der Spieler die begehrte Spielkarte beim Passieren des Eiablagefeldes, dessen Schildkröte oben auf dem bewegten Stapel sitzt. Der Rest geht leer aus.

Egal wie das Spiel heißt – ob Känguruh, Die heiße Schlacht am kalten Buffet oder Mahé – die Regeln sind einfach zu lernen und der Spielspaß groß. Das Zockerelement animiert zum Risiko. Wer wagt, kann viel gewinnen, aber auch viel verlieren. Dennoch ist Mahé kein klassisches Rennspiel. Entscheidend ist vielmehr das Timing. Bei hohen ausliegenden Gelege-Karten über das Eiablagefeld zu ziehen, ist der Schlüssel zum Sieg. Dumm nur, wenn kurz vor dem Passieren die eigene Schildkröte unter der eines Mitspielers landet.

Fazit

Je mehr Spieler, desto turbulenter das Spiel. Aber auch in kleiner Besetzung macht Mahé dank einer kleinen Regelanpassung Spaß und passt hervoragend in das Franjos-Portfolio von leicht verständlichen Familienspielen. Das Spiel ist recht liebevoll gestaltet und passt auch thematisch gut in die heutige Zeit.

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Spielbewertung für Mahé von Alex Randolph

Schwierigkeit Spielspaß Spielreiz Spielgrafik
leicht sehr hoch Für kleine Kinder geeignet liebevolle Grafik
Alter Spieler Spieldauer Spielpreis
ab 7 Jahre 2 – 7 30 min ca. 25 Euro

Gesamturteil:
sterne_4_klein