Hier ist die Queen der König

Queendomino basiert auf dem Spiel des Jahres Kingdomino von Bruno Cathala. Der Grundmechanismus ist gleich geblieben, für Freunde des Kennerspiels besitzt Queendomino ein paar zusätzliche Features, die einfach mehr Abwechslung ins Spiel bringen.

Die Landschaftsplättchen bestehen wie ein Dominostein aus zwei Hälfte. Diese müssen im eigenen Königreich in einem 5 x 5-Raster angelegt werden.

Die Landschaftsplättchen bestehen wie ein Dominostein aus zwei Hälfte. Diese müssen im eigenen Königreich in einem 5 x 5-Raster angelegt werden.

Wie der Name schon sagt, bestehen die Landschaftsplättchen in King- bzw. Queendomino wie ein Dominostein aus zwei Hälften, die nach Erwerb auch entsprechend angelegt werden müssen. Damit haben sich die Gemeinsamkeiten aber auch schon erschöpft. Kingdomino ist sehr einfach gestrickt und für ein breites Publikum geeignet. Hier nochmal der Grundmechanismus. Jeder Spieler baut sich um seine Burg ein Königreich in einem 5 x 5-Raster auf. Dabei gilt es möglichst zusammenhängende Flächen mit Multiplikatoren (Kronen) darauf zu legen. Die Punkte am Schluss ergeben sich aus der Anzahl der Flächenfelder (2 pro Dominostein) einer Farbe mal der Anzahl der Kronen. Das bedeutet: Keine Krone, keine Punkte.

Die Auswahl der Dominoteile ist ganz einfach. Zu Beginn werden vier Teile auf den Tisch nach Nummern sortiert in eine Reihe gelegt. Jeder Spieler sucht sich eines der Teile beginnend beim Startspieler aus. Dann werden vier weitere Teile daneben aufgedeckt und auch wieder den Nummern entsprechend sortiert. Der Spieler, der auf den vier Anfangsteilen am weitesten vorne steht, darf sich jetzt zuerst ein Teil aussuchen. Dann der nächste Spieler in der Reihenfolge usw. Das freie, erworbene Teil wird im Königreich angelegt. Es sind 48 Bauteile vorhanden, sodass jeder Spieler sein Königreich voll bekommt. Was allerdings nicht immer gelingt. Damit hat sich Kingdomino aber auch schon erschöpft. Ein nettes, schnelles Spiel, das den Preis Spiel des Jahres 2017 erhielt.

Gebäudeauslage mit Drache, Ritter, Türme und Geld: Das sind die neuen Elemente von Queendomino

Gebäudeauslage mit Drache, Ritter, Türme und Geld: Das sind die neuen Elemente von Queendomino

Queendomino bringt weitere Elemente ins Spiel, die das Ganze deutlich interessanter gestalten. Dazu gehört ein zusätzlicher Landschaftstyp, der mit Gebäuden aus der Auslage bebaut werden kann. Außerdem gibt es als Zahlungsmittel Geld im Spiel, das über den Einsatz von Rittern (heute würde man Steuereintreiber dazu sagen) erhoben werden kann. Und last but not least gibt es Türme im Spiel. Wer die meisten Türme besitzt, bekommt die Queen. Sie erleichtert während des Spiels den Kauf von Gebäuden und bringt am Ende zusätzliche Siegpunkte (zählt in einer Abrechnung wie eine Krone).

Fast hätte ich Ihn vergessen: Neben der Gebäudeleiste liegt noch ein kleiner roter Geselle, den man einmal pro Runde bestechen kann – der Drache. Mit ihm lässt sich ein Gebäude aus der Gebäudeleiste entfernen. Das kann manchmal ganz schön fies sein.

Die Gebäude bringen auf unterschiedliche Arten Siegpunkte: Es gibt direkte Siegpunkte, Siegpunkte für Türme, Ritter und Landschaftsfelder. Damit wird der Wertungsblock deutlich länger und das ganze Spiel nicht mehr so ausrechenbar. Man muss jetzt das Spielgeschehen deutlich mehr aus dem Augenwinkel beobachten. Während bei Kingdomino der Blick doch sehr stark auf das eigene Königreich gefallen ist, muss ein Spieler bei Queendomino sehr viel mehr darauf achten, was die anderen Akteure so treiben.

Meine Meinung

Für mich hat das Spiel durch die zusätzlichen Features nochmals gewonnen. Vor allem für Spieler mit etwas gehobeneren Ansprüchen ist das Ganze jetzt deutlich besser spielbar. Und wer bereits ein Kingdomino besitzt, kann beide Spiele auch kombinieren. Dadurch ergeben sich zusätzliche Möglichkeiten. Die Spielregel von Queendomino bietet hier drei verschiedene Varianten an. Durch das Zusammenführen hat man wesentlich mehr Landschaftssteine zur Verfügung, sodass auch 5-6 Spieler agieren können.

Autor Bruno Cathala hat Kingdomino sehr schön erweitert, ohne den Spielfluss übermäßig zu stören. Das Spiel geht trotz der zusätzlichen Aktionen immer noch flott von der Hand, der prämierte Grundmechanismus und die Spielidee wurden erhalten.

Vielen Dank an Pegasus für ein Rezensionsexemplar von Queendomino.

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Spielbewertung für Queendomino von Bruno Cathala

Schwierigkeit Spielspaß Spielreiz Spielgrafik
mittel hoch hoch im Stile von Kingdomino
Alter Spieler Spieldauer Spielpreis
ab 8 Jahre 2 – 4 30-45 min ca. 27 Euro

Gesamturteil:

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Spiel des Jahres 2017

Die Entscheidung zum Spiel des Jahres bzw. Kennerspiel des Jahres ist gefallen. Die Jury gab heute die Gewinner bekannt. Zum Kennerspiel des Jahres kürte die Jury die Spielereihe Exit von Kosmos. Spiel des Jahres wurde Kingdomino von Pegasus. Beide Spiele konnte ich testen. Zu den jeweiligen Artikeln geht es hier:

Exit – Die Grabkammer des Pharao

Exit - Das Spiel wird ab September im Handel zur Verfügung stehen

Exit – Das Spiel wird ab September im Handel zur Verfügung stehen

Kingdomino

Kingdomino wird auf einem 5 x 5-Raster gespielt

Kingdomino wird auf einem 5 x 5-Raster gespielt

Meine Meinung zur Entscheidung:

Mit beiden Spielen kann ich sehr gut leben. Die Exit-Spiele sind ein großer Rätselspaß, auch wenn sich das Spiel beim Spielen quasi selbst zerstört. Und Kingdomino ist eine nette Domino-Variante, die alle Kriterien eines Spiel des Jahres erfüllt.

Neues aus Friedberg

Pegasus hat am 23. September seinen 2. Pressetag durchgeführt und den anwesenden Spielern einen Blick auf die zur Spiel kommenden Neuheiten gewährt. Mit von der Partie waren auch die Partnerverlage eggert und AEK.

Das Spektrum der Neuvorstellungen reichte von Kinderspielen wie Zauberei hoch drei und Rettet den Märchenschatz über Familienspiele wie Gierige Goblins und Kingdomino bis hin zu Kenner- und Expertenspiele. Insgesamt 17 Neuheiten gab es am Spieletag bei Pegasus zu Bestaunen und zum Ausprobieren.

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Die Redakteure von Pegasus stehen bereit, ihre Spiele zu erklären

Leider reichte die Zeit nicht, um alle 17 Spiele zu testen, doch einige Neuheiten konnte ich ausprobieren und einen ersten Eindruck gewinnen. Ein kleiner Hinweis: Viele Bilder sind von noch nicht fertigen Spielen und können in der endgültigen Version noch abweichen.

Kingdomino

Dieses Spiel wird in Deutschland erst im November erscheinen, ist aber in Essen schon bei Blue Orange zu sehen. Das Spiel von Bruno Cathala wird auf einem 5 x 5-Raster gespielt. Angelegt wird an das eigene Schloss. Aus einem Beutel werden vier Teile gezogen, die wie Dominosteine aus zwei Hälften bestehen. Jeder Spieler darf sich einen Stein aussuchen und an sein Schloss anlegen. So geht es weiter, bis alle Steine aus dem Beutel gezogen sind. Am Ende ist das 5 x 5-Raster idealerweise ausgefüllt. Dabei sollten möglichst große Flächen entstehen, denn am Ende wird die Anzahl der Flächenteile mit den Gebäuden auf den einzelnen Flächen multipliziert.

Kingdomino wird auf einem 5 x 5-Raster gespielt

Kingdomino wird auf einem 5 x 5-Raster gespielt

Mein erster Eindruck: Kingdomino ist ein nettes kleines Spiel. Die Regeln sind einfach, das Spiel kapieren auch Kinder ab 8 Jahren schnell. Mit 15-30 Minuten Spielzeit geht eine Partie flott von der Hand. Unbedingt auf der Messe ausprobieren.

Gierige Goblins

Bei Gierige Goblins agieren alle Spieler gleichzeitig und sehen sich kleine viereckige Chips an. Statt diese wie bei Tumult Royal in die Tischmitte zurückzulegen, legt jeder Spieler sein Teil in eine der 8 Minen ab. Glaubt ein Spieler, dass eine Mine zu seinen Voraussetzungen passt, legt er einen seiner Marker in die Mine. Haben alle Spieler ihre Marker gespielt, werden die Chips in den Minen aufgedeckt. Chips mit Edelsteinen der eigenen Farbe und Diamanten zählen 2 Taler, alle anderen 1 Taler. Monster fressen einen Edelstein, mit den Helfern können wir Sonderkarten erhalten, die uns helfen. Am wichtigsten sind jedoch die Dynamitstangen.  Bei einer oder zwei Stangen verdoppelt bzw. verdreifacht sich der Wert der Mine. Liegen in der Mine mehr als 3 Stangen – und es hat Bumm gemacht. Alles ist weg und Strafe muss man auch noch zahlen. Gewonnen hat, wer als erster 60 Taler hat.

Mein erster Eindruck: Gierige Goblins sorgt für Action am Tisch, das Ablegen der Chips ist bei vier Spielern allerdings sehr unübersichtlich. Die Entscheidung für eine Mine ist also ziemliche Glückssache. Das Spiel von Richard Garfield besitzt einfache Regeln, ist für Kinder ab 8 Jahre und für 2 bis 4 Spieler. Aufgrund des hohen Glücksfaktor nichts für Taktiker.

Chariot Race

Chariot Race ist ein vereinfachtes Circus Maximus. Das antike Wagenrennen in der Variante von Matt Leakock wird lediglich mit drei Werten gesteuert – Geschwindigkeit, Schaden und Sesterzen. Je nach aktueller Geschwindigkeit wird mit 1 bis 5 Würfeln agiert. Auf den Würfeln gibt es Sesterzen – mit ihnen lässt sich der Wagen reparieren oder ein Würfelergebnis verändern -, Spurwechsel, Angriffe via Speer oder Kralle sowie Peitschen der Pferde (+2 Speed, -1 Schaden) oder eine Veränderung der Geschwindigkeit (+-1).

Vor dem Zug entscheidet sich ein Spieler, ob er seinen Wagen reparieren will. Danach wird entsprechend des Geschwindigkeitsmarkers auf dem Tableau gefahren. Wer dabei zu schnell in die Kurve rast, erhält Schaden. Am Ende des Zuges kann ich noch meinen Speer auf einen vorausfahrenden Fahrer werfen.

Mein erster Eindruck: Gefahren werden bei Chariot Race zwei Runden. Wie im Film Ben Hur erreicht nicht jeder Fahrer das Ziel. Das macht aber nichts. Bei diesem Spiel geht es nicht wirklich um den Sieg, sondern um den Spaß, den man beim Rennen hat. Das hat Chariot Race mit Circus Maximus gemeinsam. Dazu bedarf es allerdings auch einer entsprechend lustigen Spielrunde. Wer Chariot Race zu ernst angeht, wird ziemlich enttäuscht sein. Es ist ein Fungame. Mir hat die Umsetzung jedenfalls gefallen.

Mystic Vale

Das Spiel ist ein klassisches Bauspiel. Gebaut werden Karten! Jeder Spieler hat dazu in seinem Kartensatz 20 Karten, viele davon sind ganz leer. Vom verdeckten Kartenstapel ziehen wir solange Karten, bis 3 rote Bäume zu sehen sind. Jetzt wird geschaut, wieviel Mana zu sehen ist. Für das Mana kann man jetzt Erweiterungen für seine Karten aus der Auslage kaufen. Jede Karte steckt in einer oben offenen Folie. Die Erweiterung ist auf durchsichtiger Folie gedruckt und kann einfach in die Karte geschoben werden. In eine leere Karte können drei Erweiterungen gesteckt werden (oben, Mitte, unten). Auf diese Weise wird der Kartensatz immer stärker und ich kann mir mit der Zeit stärkere Karten kaufen, die später Siegpunkte bringen. Zusätzlich gibt es Seelensymbole, mit denen ich mir Sonderkarten mit Dauereffekten für meine Auslage kaufen kann.

mysticvale

Mystic Vale ist ein klassisches Bauspiel

Mein erster Eindruck: Bei Mystic Vale bin ich mir unsicher, ob es mir gefällt. Obwohl das Spiel insgesamt ganz gut daherkam, ist unsere Probepartie nur schleppend in die Gänge gekommen. Wichtig erscheint mir: Vor einer Partie sollte man sich intensiv mit den Erweiterungen und ihren Auswirkungen beschäftigen, um sein Deck perfekt optimieren zu können. Für ein klareres Bild werden wohl noch ein paar Partien gespielt werden müssen.

Glück Auf – Das Kartenspiel

Von Peter Eggert höchstpersönlich erklärt, startete die Partie des recht komplexen Kartenspiel mit Schwung. Im Prinzip geht es darum, Kohle zu schürfen, die geschürfte Kohle in Eisenbahnwagons zu verladen und mit einem Zug zum Verbraucher bringen. Die Aktionen, die man für diesen Mechanismus benötigt, liegen als Karten in der Tischmitte. Mit seinen 10 Arbeitern (Wert 5 x 1, 2 x 2, 3, 4, 5) kann man die Aktionen kaufen. Dazu werden die Arbeiter an die Aktionen angelegt. Liegt bereits ein Arbeiter an dieser Aktion, muss der nächst höhere Arbeiter gelegt werden.

Mein erster Eindruck: Das Spiel ist eher als Kennerspiel einzuordnen. Der Mechanismus ist gut durchdacht und das Spiel spielt sich flüssig. Man muss einerseits seinen Plan verfolgen, andererseits auf die Interaktion der Mitspieler reagieren. Mir hat es gut gefallen, sollten Essen-Besucher unbedingt ausprobieren.

Weitere Spiele des 2. Pressetages: