Baumeister des Colosseums werden

Die Baumeister des Colosseums von Klaus-Jürgen Wrede ist ein solides Familienspiel für Kinder ab 10 Jahren. Gemeinsam erbauen die Spieler das römische Wahrzeichen, dabei versucht jeder Spieler möglichst viel zum Bau beizutragen und dafür Ruhmespunkte zu bekommen. 

In Rom herrscht geschäftiger Hochbetrieb. Der Bau des Colosseums ist in vollem Gang und die Spieler mittendrin. Sie erwerben Ländereien, um möglichst viele Erträge (Baustoffkarten) zu erhalten. Diese müssen im richtigen Moment zum Colosseum gebracht werden. Keine leichte Aufgabe, doch dafür werden die Spieler Zeugen, wie Stück für Stück das imposante Bauwerk des Colosseums entsteht.

Im Laufe des Spiels entsteht das Colosseum in Rom. Die Baumeister des Colosseums Familienspiel für 2 bis 4 Baumeister

Im Laufe des Spiels entsteht das Colosseum in Rom. Die Baumeister des Colosseums – ein Familienspiel für 2 bis 4 Spieler

Vor Spielbeginn erhält jeder Spieler ein beliebiges Startplättchen mit vier Feldern. Hierbei handelt es sich immer um einen Stall mit 3 Rädern, ein Heerlager (4 Handkarten halten) und 2 (von 4) Landschaften. Außerdem gibt es eine beliebige Baustoffkarte und je nach Startposition 1 bis 4 Ruhmespunkte. Damit besitzt jeder Spieler also eine etwas unterschiedliche Ausgangsposition.

Der Spielablauf ist ganz einfach: Der aktive Spieler muss den Konsul auf dem Spielplan um mindestens ein Feld weiterziehen. Dieses eine Feld ist kostenlos. Jedes weitere Feld kostet ein Rad auf dem Stallplättchen oder einen Ruhmespunkt.

Auf dem Spielplan selbst gibt es 7 Felder. Auf den zwei mittleren Feldern kann man ein Heerlagerplättchen nehmen und seine Auslage erweitern. Mit jedem Heerlager erhöht ein Spieler sein Handkartenlimit um 2.

Des Weiteren gibt es vier Felder mit einer Doppelfunktion. Hier kann ein Spieler entweder ein Stück des Colosseums mithilfe seiner Baustoffkarten bauen und die Ruhmespunkte (4 oder 7) kassieren, oder er nimmt sich das dem Spielplan am nächsten liegende Landschaftsplättchen an diesem Feld und legt es in seiner Auslage an. Damit löst der Spieler immer eine Wertung aus. Die noch vorhandenen Plättchen – zu Beginn waren es vier – werden an den Spielplan herangeschoben. Das Plättchen, das dem Spielplan jetzt am nächsten liegt, wird jetzt gewertet. Alle Spieler erhalten pro Landschaftsplättchen dieser Sorte eine entsprechende Baustoffkarte.

Das letzte Feld ist ein Jokerfeld. Der aktive Spieler kann entscheiden, welche Landschaftssorte (inkl. Stall) er für alle Spieler werten lassen möchte.

Das Spiel endet, sobald das Colosseum fertig gebaut ist. Es folgt jetzt noch eine Schlusswertung. Jede der sechs Reihen in der Auslage bringt Punkte, wenn es die längste Reihe ist. Hat man das Monopol, gibt es 4 Punkte, sind es mehrere Spieler, je 2. Zum Abschluss darf sich jeder Spieler noch für je drei Baustoffkarten in der Hand einen Siegpunkt nehmen. Wer jetzt die meisten Punkte hat, ist der Sieger.

Meine Meinung

Die Baumeister des Colosseums von Klaus-Jürgen Wrede ist bei Schmidt Spiele erschienen und kostet 24 Euro

Die Baumeister des Colosseums von Klaus-Jürgen Wrede ist bei Schmidt Spiele erschienen und kostet 24 Euro

Die Baumeister des Colosseums ist ein einfaches Optimierungsspiel. Die Regeln sind schnell erklärt und es kann gleich losgespielt werden. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, mindestens in 2, besser 3 Heereslager zu investieren, um die nötige Flexibilität beim Bau eines Teilstückes am Colosseum zu haben. Zwar kann man Baustoffkarten 3:1 tauschen, höherwertige Bauabschnitte des Colosseums verlangen aber recht viele Karten, die man ohne zusätzliche Heereslager nicht halten kann. Ähnliches gilt für die Ställe. Auch hier lohnt sich der Invest in mindestens 2 Ställe, um bei Zügen über mehre Felder keine Ruhmespunkte aggeben zu müssen. Ein Spieler benötigt nicht unbedingt alle 4 Landschaften, da es ja den 3:1-Tausch gibt. Wenn die Hälfte des Spiels vorüber ist, sollte man sich spätestens bei den Mitspielern umschauen, wie sich die Landschaften auf die Spieler verteilen, um am Ende in der Schlussabrechnung ein paar Punkte zu ergattern.

Mit „Die Baumeister des Colosseums“ hat Klaus-Jürgen Wrede ein solides Familienspiel kreiert, das sich sehr flüssig spielt. Durch Veränderung des Jokerfeldes lässt sich etwas Abwechslung in das Spiel bringen. Hierzu liegen dem Spiel drei Marker bei, die das Jokerfeld überdecken. Der Grundcharakter des Spiels bleibt dadurch zwar erhalten, das Jokerfeld wird aber – je nach Marker – unterschiedlich frequentiert.

Vielen Dank an Schmidt Spiele für ein Rezensionsexemplar von Die Baumeister des Colosseums.

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Spielbewertung für Die Baumeister des Colosseums von Klaus-Jürgen Wrede

Schwierigkeit Spielspaß Spielreiz Spielgrafik
einfach – mittel hoch hoch gelungen
Alter Spieler Spieldauer Spielpreis
ab 10 Jahre 2 – 4 40-60 min ca. 24 Euro

Gesamturteil:

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Carcassonne im Weltraum

„Luke, ich bin dein Vater.“ Das ist ein Satz, den heutzutage jedes Kind einem Bösewicht mit schwarzem Mantel zuordnen kann. 1978 kam der erste Star-Wars-Streifen in die Kinos – mittlerweile sind wir ganz aktuell bei Nummer 7. Das Thema war auch in Essen an vielen Ständen präsent. Star-Wars-Spiele in jeder erdenklichen Form. Auch HiG kam am Thema nicht vorbei und präsentierte einen Carcassonne-Ableger, der Würfel ins Spiel bringt.

Jeder Spieler schlüpft bei Carcassonne Star Wars in die Rolle eines Helden - Imperium oder Allianz. Nur Boba Fett kocht sein eigenes Süppchen.

Jeder Spieler schlüpft bei Carcassonne Star Wars in die Rolle eines Helden – Imperium oder Allianz. Nur Boba Fett kocht sein eigenes Süppchen.

Planeten statt Klöster, Asteroidenfelder statt Städten, interstellare Flugrouten statt Wege: Carcassonne im Weltraum sieht anders aus, die Grundmechanismen sind aber fast dieselben. Plättchen ziehen, anlegen und falls gewünscht Figur drauf. Anders wird es erst, wenn es zum Zusammenschluss eines Flugroute oder eines Asteroidenfeldes kommt. Haben bei Gleichstand bisher beide Parteien partizipiert, kommt es jetzt zur Schlacht, sprich: es wird gewürfelt. Die höhere Augenzahl setzt sich durch, der andere fliegt raus und bekommt einen Trostsiegpunkt. Bei Gleichstand wird weitergewürfelt.

Jede Figur bedeutet dabei einen Würfel, der „Dicke“ bringt zwei Würfel mit. Auf den Plättchen selbst sind die Symbole der Allianz und des Imperiums aufgedruckt. Da jeder Spieler zu Beginn des Spiels in eine Rolle der Allianz oder des Imperiums schlüpft, kann er die Symbole zu seiner Stärke hinzuzählen. Ergo bringt jedes eigene Symbol noch einen Würfel. Mehr Würfel gleich verbesserte Chancen. Manchmal.

Eine weitere Besonderheit gibt es bei den Planeten. Diese können beim Anlegen eines benachbarten Plättchens angegriffen werden. Das Würfeln funktioniert wie beschrieben. Die Planeten sind besonders lukrativ, da sie bis zu 11 Siegpunkte wert sind. Auch hier gilt: Wer verliert bekommt einen Trostsiegpunkt.

Die vom Grundspiel bekannten Bauern gibt es in der Star-Wars-Variante nicht.

Fazit: Durch das Kampfsystem mit den Würfeln steigt die Glückskomponente im Spiel gewaltig an. Das ist nicht jedermanns Sache. Auf der anderen Seite kann der „Lucky Punch“ beim Kampf um einen Planeten einen zurückliegenden Spieler wieder ins Spiel bringen. Grafisch ist das Spiel schön gelungen, ob es die Aufkleber auf den Figuren wirklich braucht (ziemliches Fieselgeschäft), sei mal dahingestellt. Für Carcassonne-Fans, die auch noch auf Star Wars stehen, sicherlich ein absolutes Muss. Alle anderen müssen selbst entscheiden…

Vielen Dank an Hans im Glück für das Rezensionsexemplar.

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Spielbewertung für Carcassonne Star Wars von Klaus-Jürgen Wrede

Schwierigkeit Spielspaß Spielreiz Spielgrafik
leicht hoch hoch schön gemacht
Alter Spieler Spieldauer Spielpreis
ab 7 Jahre 2 – 5 35 min 15 Euro

Gesamturteil:

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