Mut wird belohnt – zumindest manchmal

Wie bei allen Würfelspielen wird Mut belohnt. Das gilt auch für das Haba-Spiel Spookies. In Can`t-Stop-Manier würfeln sich die Spieler Stockwerk für Stockwerk in einer Gruselvilla nach oben. Je höher die Anforderung an den Würfelwurf, desto mehr Spookies (Geisterchips) kann man gewinnen. Doch Vorsicht: Manchmal geht ein Würfelwurf auch daneben. Es gilt also das Risiko genau abzuwägen und Spookies zu sammeln, solange es noch geht.

Bei Spookies gilt es sich nach oben zu würfeln und dafür Geisterchips zu bekommen. Je weniger Würfel man einsetzt, desto mehr Geisterchips gibt es.

Bei Spookies gilt es sich nach oben zu würfeln und dafür Geisterchips zu bekommen. Je weniger Würfel man einsetzt, desto mehr Geisterchips gibt es.

Jeder Spieler kann sich einen der vier mutigen Freunde oder den Hund für seinen Zug aussuchen (Variante auswürfeln) und mit diesem Charkter die Gruselvilla betreten. Jedes Stockwerk – wobei der Vorgarten hier auch ein Stockwerk sein soll – entspricht einer Augenzahl zwischen 5 und 11. Für den Würfelwurf stehen 2 bis 4 Würfel zur Verfügung, es zählen allerdings immer nur die beiden höchsten Würfel. Je weniger Würfel ein Spieler einsetzt, desto mehr Siegpunkte gibt es. Desto größer ist allerdings auch das Risiko, dass er patzt.

Ein Spieler darf solange Würfeln wie er will oder bis er patzt. Geht ein Wurf daneben, muss die Figur auf die gewürfelte Stufe zurückgesetzt werden. Außerdem muss der Spieler pro verlorenes Stockwerk einen Geisterchip auf der aktuellen Stufe ablegen (Differenz der Stockwerke). Diese Spookies gibt es als Bonus, wenn ein Spieler mit seiner Figur dieses Stockwerk mit zwei Würfeln erreicht.

Entspricht die gewürfelte Augenzahl exakt der Augenzahl des Stockwerkes, auf dem man gerade steht, bleibt die Figur stehen und der Zug endet. Sind alle Spookies weg, ist das Spiel zu Ende und es wird abgerechnet. Gewonnen hat der Spieler mit den meisten Punkten. Dabei gewinnt nicht immer der Spieler mit den meisten Spookies, denn die Geisterchips haben Werte von 1 bis 5 und dürfen während des Spiels nicht eingesehen werden.

Fazit: Spookies von Stefan Kloß (Beasty Bar) ist ein einfaches Würfelspiel mit leichtem Suchtcharakter. Wie bei Can`t stop lebt das Spiel von der Gier der Spieler und ihrem Vertrauen in die eigenen Würfelfähigkeiten, frei nach dem Motto: „Einer geht noch“. So manche Serie findet allerdings ein jähes Ende. Spookies ist ideal für die ganze Familie geeignet, denn es gibt quasi keinen Erwachsenenvorteil – ein Würfelspiel eben und somit nichts für Taktiker. Die Grafik von Michael Menzel ist ausgezeichnet und kindgerecht.

Vielen Dank an Haba für ein Rezensionsexemplar.

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Spielbewertung für Spookies von Stefan Kloß

Schwierigkeit Spielspaß Spielreiz Spielgrafik
leicht hoch sehr hoch super
Alter Spieler Spieldauer Spielpreis
ab 8 Jahre 2 – 4 25 min 22 Euro

Gesamturteil:

sterne_4_5_klein

 

Tierisch angesagter Club

Wolltet Ihr nicht auch schon mal wissen, was die Tiere des Zoos nach Einbruch der Dunkelheit so tun? Geheime Forschungen des Zoch-Labors haben jetzt erstaunliches zu Tage gebracht: Die Tiere machen sich in der Nacht auf den Weg in den heißesten Club der Stadt, die Beasty Bar. Doch der Club ist derart voll, dass sich vor den Toren eine Warteschlange bildet, in der heftig gedrängelt wird.

Bei Beasty Bar von Zoch handelt es sich um eine tierische Drängelei in der Warteschlange vor dem Club

Bei Beasty Bar von Zoch handelt es sich um eine tierische Drängelei in der Warteschlange vor dem Club

Ziel des Spieles ist es, die meisten Tiere in die Bar einzuschleusen. In der Warteschlange gibt es für fünf Plätze. Immer, wenn sie voll sind, dürfen die vordersten beiden Tiere in die Bar, das letzte Tier in der Reihe fliegt raus.

Jeder Spieler besitzt einen Kartensatz mit 12 Tieren in seiner Farbe. Diese werden vor der Partie gemischt und jeder Spieler zieht vier Karten. Die restlichen 8 Karten bilden den Nachziehstapel. Der Eingang der Beasty Bar wird nach links in die Tischmitte gelegt. Dann wird Platz für fünf Karten gelassen und die Rauswurf-Karte abgelegt. Der entstandene Raum zwischen diesen beiden Karten heißt Drängelmeile. Hier spielt jeder Spieler seine Karten hinein.

Ein Spielzug besteht aus fünf Aktionen: Karte ausspielen, Tieraktion ausführen, ständige Tieraktion ausführen, Fünf-Tiere-Check und Karte nachziehen. Neue Karten werden immer an das Ende der Warteschlange gelegt. Anschließend führt der Spieler die Sonderaktion der abgelegten Tierart einmalig aus, falls möglich. Mehrere Tierarten besitzen sogenannte „ständige Aktionen“. Diese Aktionen werden für diese Tiere in jedem Spielzug ausgeführt. Ein Beispiel: Eine Giraffe liegt auf Position 3. Die ständige Aktion lautet: „Überspringe eine kleinere Karte.“ Ein Spieler legt auf Position 5 eine Giraffe und führt die Aktion sofort aus, d.h. die Giraffe geht auf Position 4. Anschließend rutsch die Giraffe von Position 3 auf Position 2, falls möglich. Danach wird gecheckt, ob die Drängelmeile voll ist. Wenn ja, werden die Tiere entsprechend entfernt und die verbliebenen zwei Tiere bilden die neue Warteschlange. Anschließend ist der nächste Spieler an der Reihe. Das Spiel endet, nachdem auch die letzte Tierkarte gespielt ist.

Jede der zwölf Tierarten besitzt eine Eigenschaft, die sie nutzen kann, um im richtigen Moment ganz an die Spitze der Wartenden zu gelangen und in den Club einzutreten. Um Beasty Bar richtig spielen zu können, sollte man sich vor einer Partie etwas mit diesen Eigenschaften beschäftigen. Nur wer sie gut kennt, kann auch erfolgreiche Spielzüge machen. Die Eigenschaften sind auch auf den XXL-Karten abgedruckt, doch die Symbolik ist für unerfahrene Spieler anfangs etwas verwirrend.
Die Tiereigenschaften sind dabei nach dem Aktio-Reaktio-Prinzip aufgebaut. Auch wenn ein Tier wie der Löwe noch so mächtig erscheint, so kann er doch aus der Warteschlange von den unscheinbarsten Gesellen wie dem Papagei oder dem Stinktier vertrieben werden.

Fazit

Beasty Bar eignet sich für 2 bis 4 Spieler ab 8 Jahren

Beasty Bar eignet sich für 2 bis 4 Spieler ab 8 Jahren

Das Spiel lebt von den Sondereigenschaften der Tiere und der sich ständig verändernden Kartenauslage. Da ein Spieler nur vier Karten auf der Hand hat, ist es häufig schwierig, einen wirklich gewinnbringenden Spielzug zu machen. Die Karte, die dafür gerade nötig wäre, liegt vielleicht noch im Nachzugstapel oder bereits auf dem Ablagestapel. Ein Spielzug ist daher immer eine Gradwanderung zwischen bestmöglicher Lösung und … nun ja, Ihr könnt Euch das denken. Mit einer guten Vorstellungsgabe, was ein ausgespieltes Tier bewirkt, kann man aber ganz gut durchkommen. Eine Partie Beasty Bar macht reichlich Laune, auch wenn der Sieg nicht gerade mit taktischen Mitteln erzielt werden kann.

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Spielbewertung für Beasty Bar von Stefan Kloß

Schwierigkeit Spielspaß Spielreiz Spielgrafik
einfach-mittel macht Laune mittel sehr schön
Alter Spieler Spieldauer Spielpreis
ab 8 Jahre 2 – 4 20 min ca. 14 Euro

Gesamturteil:

sterne_3_5_klein